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Muscheln in meiner Hand

Vielleicht suche ich das, was Sokrates in seinem Gebet in PHAIDROS erflehte, wenn er sagt: “Laß den äußeren und den inneren Menschen eins werden. Anne Morrow Lindbergh Die Salzkruste, die zurückbleibt, lange nachdem das Meer die Muschel an die Küste gespült hat. Die Kruste auf der schiefermatten Oberfläche mit den Rillen und Furchen und dem scharfen Rand. Und darin verborgen das Perlmutt. Bleiben wir für einen Moment bei der nachweislich falschen, aber romantischen Idee, dass die Perle in der Muschel ein Schutz vor dem reibenden Sandkorn ist, das sich den Weg hinein gebahnt hatte, reingespült wurde. Das Sandkorn gehört da nicht hin, ist ein Fremdkörper und die Muschel bildet Schicht um Schicht Perlmutt um diesen Eindringling und am Ende entsteht etwas Wunderbares, Kostbares. Die Taktik erinnert mich an die Japaner, die Risse in Gefäßen mit Blattgold schlossen und den Makel zur Einzigartigkeit formten. Kintsugi. So scheint es mir mit der Muschel und ihrer Perle zu sein. Das Meer schleift das Sandkorn in Äonen von Wellen und Strömen und es reibt und zerrt an dem zarten …