Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erdbeer-Interview

Das Erdbeer-Interview mit Ricarda Howe (Autorin)

Essen ist ein Grundbedürfnis. Bei Autoren kann man dasselbe über das Schreiben sagen. Schreiben und Essen. Das läßt sich nicht trennen, beides ist Lebensgrundlage und sinnliches Vergnügen zugleich. Je nachdem, was man so isst oder schreibt. Und was hat das jetzt mit Erdbeeren zu tun? Die Früchte meines Schreibens fanden – als spontane Assoziationskette – ihren Ursprung in einem flüchtigen Tweet, der durch meine Timeline huschte und zu einer entzückenden Bekanntschaft mit seiner Autorin führte. Essen als Überbegriff für Nahrungsmittel, Getränke und deren Konsum taucht in Filmen, Romanen, Biografien und Bildern auf. Essen ist die romantische Beilage in einer Geschichte, der roten Faden, der entscheidende Hinweis, die Inspiration, ein Lebensgefühl, der Lifestyle, ein Event. Schreiben über das Essen kann alles sein. Nur, daß man sich dabei nicht Überschreiben kann. Oder doch? Orgiastische Schreibanfälle, Schreibsucht, Schreibwahn, künstlerisch dosiertes Schreiben in appetitlichen Häppchen, das Schreiben ist voller Ess-Bilder. Die Muse ersäuft im Weinglas Hemingway ist vielleicht das Synonym, wenn es um Schreiben im Alkoholrausch geht. Paris in den frühen Zwanzigern – Hemingway schrieb, feierte, liebte und lebte …