Toni A. Scott

Der Literatur-Teleportations-Generator

Eine kleine Fanfiction-Geschichte zum
Steampunkkrimi “Erstickes Matt” von Nina C. Hasse

Toni A. Scott

August 1893

Ich hab’s geschafft. Er funk­tio­niert. Nach­dem ich den Buch­sta­ben­be­schleu­ni­ger noch­mal von den Dampf­roh­ren iso­liert habe, die eine Stö­rung des Teil­chen­ma­gne­tis­mus bewirkt haben, läuft der LTG (Lite­ra­tur-Tele­por­ta­ti­ons-Gene­ra­tor).

Ich habe das ers­te Buch aus der Zukunft auf dem Wort-Kom­mu­ni­ka­tor sicht­bar gemacht. Es ist eine his­to­ri­sche Abhand­lung über Kri­mi­nal­fäl­le in den Flood­lands: Erstick­tes Matt. Der Wis­sen­schaft­ler, der das Buch geschrie­ben hat, ist eine Frau, Nina C. Has­se, der offen­sicht­lich Unter­la­gen zu genau den Fäl­len vor­lie­gen, die gera­de unse­re Stadt auf den Kopf stel­len und für Angst, Cha­os und Schre­cken sor­gen. In der Zukunft schreibt man Fach­bü­cher ganz anders und es liest sich weit­aus span­nen­der als die lang­at­mi­gen Vor­trä­ge von Pro­fes­sor Ama­de­us Win­de­bank über luzi­de Teil­chen­trans­for­ma­ti­on.

Wie sie wohl ist? Nina. Schö­ner und selt­sa­mer Name. Arbei­tet sie für das Poli­ce Depart­ment? Ist sie viel­leicht eine Spio­nin im Auf­trag der Köni­gin?

Ich fra­ge mich, ob sie noch mehr Infor­ma­tio­nen in dem Buch gesam­melt hat, die dem Poli­ce Depart­ment hier wei­ter­hel­fen könn­ten. Der Dampf­druck ist nach wie vor nicht sta­bil und sorgt für Inter­fe­ren­zen im Buch­sta­ben­be­schleu­ni­ger, die die Tele­por­ta­ti­on beein­träch­ti­gen. Manch­mal kann ich nur ein paar Zei­len lesen, bevor der Wort-Kom­mu­ni­ka­tor schwarz wird.

Es dürf­te über­dies schwie­rig wer­den, den Besitz des Wort-Kom­mu­ni­ka­tors zu erklä­ren. Ich habe ihn bei einer mehr als frag­wür­di­gen Mis­si­on unter der Brü­cke am Ufer gefun­den. Für die Beschaf­fung der For­schungs­be­rich­te kann sich Pro­fes­sor Win­de­bank für den Rest sei­nes Lebens bei mir bedan­ken.

Ich habe lan­ge gebraucht, um den Wort-Kom­mu­ni­ka­tor zum Lau­fen zu brin­gen. Das Metall des Gehäu­ses habe ich so noch nie gese­hen. Die Ver­ar­bei­tung, unglaub­lich, kei­ne Räder, kei­ne Knöp­fe oder Haken, kein Antrieb. Man glei­tet mit dem Fin­ger wie über die spie­geln­de Was­ser­ober­flä­che des East River.

Es muß aus der Zukunft sein. Viel­leicht hat es ein Zeit­rei­sen­der ver­lo­ren? Viel­leicht hat­te er auch kei­ne Zeit mehr es zu suchen. Oder kei­ne Mög­lich­keit … aus den Flood­lands kommt man als Frem­der sel­ten lebend her­aus.

Könn­te es aber auch sein, dass der Zeit­rei­sen­de die Wis­sen­schaft­le­rin selbst ist? War Nina hier … in den Flood­lands? Dann wür­de sie noch leben und wenn es mir gelän­ge, einen Text in ihre Zeit zu tele­por­tie­ren…

Toni A. Scott


Dies ist mein Gruß an Nina und Bei­trag für ihr Gewinn­spiel zu ihrem ers­ten Roman und Steam­punk-Kri­mi “Erstick­tes Matt”, den ich Euch wärms­tens ans Herz legen möch­te!

Lie­be Nina, ich hof­fe, Du freust Dich und hast Spaß an die­ser Mini-Fan­fic­tion von mir. Ich wün­sche Dir noch mehr begeis­ter­te Leser und so tol­les Feed­back wie bis­her. Toni

Alles über die Autorin, die Flood­lands und die mys­te­riö­sen Mor­de fin­det Ihr im Flood­lands Depart­ment

Ninas Blog: Nina C. Has­se – Schrei­ben ist tan­zen mit Wor­ten