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little edition liest mit: Bücherkaffee Sparstrumpf-Challenge 2016/2017

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Hier türmen sich die Bücher in der Warteschleife, manche geduldig ausharrend,  einige murren leise vor sich hin. Ein ganz vorlautes Taschenbuch schabt mit den Seiten über den Regalboden und der dicke Wälzer schubst sich ächzend Millimeter für Millimeter nach vorne ins Blickfeld. Einige schmollen auch ob der rüden Nichtbeachtung und haben sich ganz nach hinten in die dunklen Regaltiefen verdrückt.

Herrjeh! Ich kann sie doch nicht alle gleichzeitig lesen. Ich kann aber auch nicht an meinem Lieblingsbuchladen vorbeigehen, ohne ein Buch zu kaufen. Im großen Bogen um die verlockende Glasschiebetür herumgehen? Den Blick starr geradeaus vorbeisprinten, während eine Pupille sehnsüchtig durch das Schaufenster schielt? Ulrike ist da. Und Herr Klein. Herr Klein ist Chef vons Ganze.

Vielleicht ist es auch besser so. Meine Buchliebe, also Buchleidenschaft, also buchhysterische Besessenheit führte bereits zu mehr oder weniger peinlichen Auftritten und könnte meine zart keimende Buchladenbeziehung nachhaltig stören. Kann ich mich da überhaupt noch blicken lassen? Wie auch immer dem sei, ich verschiebe die Konfrontation auf später, denn ich habe eine Lösung für meine armen, vernachlässigten Bücher gefunden!

Die Bücherkaffee Sparstrumpfchallenge 2016/2017.

 

Bücherkaffee.de

Klick aufs Bild für weitere Informationen auf buecherkaffee.de

Alexandra vom Bücherkaffee-Blog veranstaltet diese Aktion für alle Lesewilligen und solche, die diese Aktion als Motivationsschubs nehmen. Mitmachen ist ganz einfach: Für jedes gelesene Buch wandert ein fester Betrag in meinen eigenen Sparstrumpf. Das spornt an, denn von dem Geld kann ich dann bei Herrn Klein einen auf dicke Hose machen und ganz viele Bücher kaufen!

Ähhhh, und mit welchem Buch fange ich an? Liste erstellen und losen? Kinesiologisch austesten? Augen zu und mit dem Finger anstubsen? Kaffeesatz lesen? Übrigens, der Herzbeste liest auch mit. Wir sind also ein Leseteam. Finde ich richtig gut!

Unser erstes Buch ist ein Hörbuch und auch noch auf englisch:

  • „Neverwhere“ von Neil Gaiman, mit so tollen Sprechern wie Benedict Cumberbatch, James McAvoy und Christopher Lee. Die BBC-Produktion wurde bei BBCRadio4 ausgestrahlt und ist auch im Buchhandel als audiobook erhältlich.

Mann, das war aber ein schleppender Start. Dabei habe ich so auf die Geschichte gehummelt. Dafür geht es jetzt vielleicht etwas geschmeidiger weiter.

Nein, das private Lesezeitfenster ist begrenzt und ganz unauffällig hat sich ein Lyrikband in der Leseliste eingefunden:

  • „Ernte, handverlesen“ von Caroline Rezazada. Ich habe es als Lyrik-Retreat gepostet, denn die Gedichte von Caroline Rezazada sind kein Lesefastfood. Sie sind lyrische Pralinen, die ich mit einem Kaffee oder Tee genieße und wirken lasse, während mein Blick durch den Garten stromert.
  • Bill Bryson, The Road to Little Dribbling. Just gerade auch in der deutschen Übersetzung bei Goldmann erschienen. Bryson ist einer meiner Lieblingsautoren, seit ich am 17. Mai 1997 sein erstes Buch „Reif für die Insel“ (Goldmann) selig aus der Buchhandlung getragen habe.
  • Noch so ein unverhoffter Zufall, ganz im Sinne des Autoren. Mark Forsyth, Lob der guten Buchhandlung oder Vom Glück das zu finden, was Sie gar nicht gesucht haben. Ein von Peter Sillem übersetzter Essay als Exklusivdruck zum Welttag des Buches vom S. Fischer Verlag. Leseglück.
  • Marcus Johanus, Tödliche Gedanken. Der Fantasythriller aus Brandenburg. Mit ein bißchen Geduld konnte ich dann auch die Print-Version im Buchladen abholen. Ich habe keinen E-Reader und ich steh auch nicht so drauf. In anderen Situationen bestimmt praktisch und sinnvoll, wie es eben passt.
  • Neil Gaiman, The View from the Cheap Seats. Essays and Non-Fiction. Er schreibt mir aus der Seele. Der live-stream aus Whitechapel/London hat mich schon aus den Socken gehauen.
  • Jetzt gerade liest der Herzbeste Tommy Jaud alias Sean Brummel, Einen Scheiß muß ich – und lacht sich scheckig.
  • Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon – ich habe drei Jahre warten müssen, bis ich dann doch mal den Film  gesehen habe, um danach erst das Buch zu lesen. Ich bin gespannt, denn mir hat der Film im Gegensatz zur Kritik gut  gefallen. Bücher über Philosophie, als Jugendliche habe ich Jostein Gaarder, Sophies Welt gelesen, was ich nicht ganz so gut fand, zu bemüht. Vielleicht müßte ich es jetzt noch mal lesen?
  • Marcus Johanus legt nach: Tödliche Wahrheit. Der Folgeband leider bisher nur als e-book erhältlich (Midnight by Ullstein). Ich habe also mein allererstes e-book gekauft, einen E-Reader installiert und losgelegt. Ganz große Klasse!
  • Nina C. Hasse, Ersticktes Matt. Ein Steampunk-Krimi im selfpublishing bei amazon erhältlich (e- und Print). Darf ich von Kollegenstolz sprechen? Ich freue mich riesig für Nina und auch für Marcus!
  • Mark Forsyth, The Elements of Eloquence. Ein geniales Buch über Rhetorik. Teile davon hat er als TED-Vortrag gehalten.
  • Patricia Highsmith, Suspense oder wie man einen Thriller schreibt. Schon lange auf meiner Warteliste und nun Teil meiner persönlichen NaNoPrep:)
  • D.D. Everest, Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte. Der erste Band – Archie Greene und die magische Bibliothek – war das erste Buch, was ich in der frisch eröffneten Buchhandlung am Plack  letztes Jahr gekauft habe. Eine schöne Kindergeschichte um Bücher und Magie für Leser bis ca. 13 Jahre.
  • Der Herzbeste liest ein Mitbringsel von der BuchBerlin: Axel Hollmann, Rissiges Eis.  Ein Thriller, den ich nur zu gerne mitgebracht habe. Natürlich signiert und mit Widmung!
  • Weihnachten war dieses Mal ein ganz besonderes Buchvergnügen: Matt Haig, A Boy called Christmas“ und der frisch im November erschienene Folgeband „The Girl who saved Christmas“. Entzückend, bezaubernd und köstlich illustriert von Chris Mould.
  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich auch Fachliteratur hier auführen soll.  In dem Fall habe ich Stephan Waldscheidt, Plot & Struktur gelesen und kann es zum Thema Dramaturgie mit aller Entschiedenheit empfehlen.
  • Lars Simon, Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen. Köstlich!
  • Charlie Lovett, Das Buch der Fälscher – bin gerade angefangen und schon begeistert, in der Geschichte drin und ganz beseelt. Aber … das Cover der US-Ausgabe gefällt mir besser und die deutsche Übersetzung des Titels lässt jede Raffinesse des Originals vermissen. Warum behält man nicht einfach den englischen Titel „The Bookamn’s Tale“?
  • Matt Haig, Reasons to Stay Alive. Ich bin beeindruckt. Ich mag ihn einfach, auch wenn ich Matt Haig nicht persönlich kenne.
  • Georgi Gospodinow, Die Physik der Schwermut. Ein komplettes Kontrastprogramm … ich muß mich erst einmal sortieren.

 

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