Tag Archives: Schreiben

  • 2

Blogparade Inspiration – „Über die Struktur ins Chaos“

Tags : 

Auf Twitter bin ich dem Hinweis von Eva Obermann auf die Blogparade der Rechargers zum Thema #Inspirationsfeuer gefolgt und dachte gleich, die Aktion gefällt mir. Und da stehe ich nun und überlege, was ich zum Thema Inspiration beisteuern kann.

Was genau ist eigentlich Inspiration?

Wenn ich vom lateinischen Ursprung „spirare – inspiro“ ausgehe, dann bedeutet es Einatmen, Einhauchen. Ich atme etwas ein. Etwas weiter gedacht ist Inspiration etwas, was ich als Empfindung, Wahrnehmung in mich aufnehme. Dieser Eindruck löst dann eine Aktion, ein Gefühl, einen Gedanken, eine Idee aus. Inspiration wird so gesehen also von außen initiiert, aber erst in mir drin, in der Verarbeitung des Inspirierten, findet die Umsetzung statt.

Hm, das erinnert mich doch stark an den Prozess der Kreativität. Lässt sich Kreativität auf Knopfdruck produzieren? Ja und Nein. Ich kann mich bewusst in Situationen begeben, Eindrücken, Wahrnehmungen aussetzen, die Kreativität, einen Inspirationsprozess anstoßen können. Ob es dann in den Synapsen aber auch schnackselt? Ich kann keinen kreativen Output präzise vorherbestimmen, dann wäre er ja nicht mehr kreativ.

Kreativität impliziert, dass die Idee, der Gedanke, neu, unverbraucht, überraschend und ungewöhnlich ist.

Ich kann aber einen Nährboden für Inspiration und Kreativität schaffen, in dem ich mich regelmäßig einem kreativen Prozess öffne, diesen zulasse und wie bei regelmäßigen Sport mein Gehirn darauf trainiere, die bekannten und bewährten Denkwege zu verlassen.

Über die Struktur ins Chaos, um neue Odnung zu entwickeln.

Über Kreativität und wie ich kreatives Denken anstoßen kann, schrieb ich im Zusammenhang „Kreatives Schreiben“ im little blog.shop Schreibworkshop vor ein paar Jahren. (Liest Du HIER)

Buchcover The Writers Reader, Toni ScottBislang habe ich Gedanken über Inspiration und Kreativität beschrieben, das ist Inspiration auf der Meta-Ebene. Die nächste Frage wäre dann, durch welche Erlebnisse, mit welchen Techniken versetzen sich Autoren in einen kreativen Denkzustand? Wann fließen die Gedanken unzensiert? Bei einem Tee, am Strand, in einem Zenkloster, während der Loveparade, im Gespräch mit jemandem, auf dem Klo?

Es ist sicherlich schön, im Austausch mit anderen über die unterschiedlichen Erfahrungen und Möglichkeiten zum Thema Inspiration zu philosophieren. Ahh, der macht das, die macht es so… Ich möchte noch einmal zurück zum ursprünglichen Gedanken gehen. Inspiro = Einhauchen. Da schwingt der Gedanke mit, das Kreativität, das Kunst einen göttlichen Funken in sich trägt, der das Kunstwerk, den kreativen Output vom 08/15 Ergebnis unterscheidet und ihn darüber erhebt.

Und das passt auch zu dem Buch, welches ich gerade lese: The Writer’s Reader. Vocation, Preparation, Creation. [Edited by Robert Cohen and Jay Parini. Bloomsbury 2017]. Vocation bedeutet Berufung, Talent, Neigung. In dieser Essaysammlung beschreiben Autoren und Schriftsteller im ersten Teil, wie sie ihre Berufung fanden. Das hat auch was von Aufruf und ich bin gedanklich bei einem spirituellen Aufruf der Götter, der Muse (was auch immer jeder für sich einsetzen mag). Ein Aufruf durch die Götter … denn es ist wohl so, dass Berufung eine Kraft zu sein scheint, die sich ihren Weg bahnt, die nach draußen will, die ausgelebt werden will. Immer wieder liest man von Autoren den Satz „Ich muss schreiben“, als wäre es ein innerer Zwang, der sie treibt.

 

Musiker, Maler, Künstler, Wallstreet-Broker, wenn es die Berufung ist, dann gibt es kein Entkommen.

Und in diesem Sinne möchte ich eine kurze Geschichte erzählen, von Berufung, von göttlicher Intervention, vom Aufruf zur Berufung.

 

In den neunziger Jahren lebte ich in einer kleinen Stadt in Niedersachsen. In dem Haus in der schmalen Nebenstraße, in dem ich eine kleine Wohnung hatte, wohnte eine entzückende alte Dame. Wir grüßten uns immer sehr freundlich. Ich habe die alte Dame ein einziges mal besucht. Danach habe ich sie nie wieder gesehen. Den Besuch werde ich jedoch nie vergessen. Die Wohnung lag im zweiten Stock, vielleicht war es auch der dritte. Aber das spielt keine Rolle. Der Flur war schmal und das Wohnzimmer mit großen, dunklen Möbeln aus den sechziger Jahren vollgestellt. Wir nannten sowas früher Gelsenkirchener Barock.  Die vorherrschenden Farben waren Grün und ein dunkles Braun, wie polierter Mahagoni. Es war etwas düster und roch leicht muffig. So, wie man sich eben Wohnungen von alten Leuten vorstellt. Dabei war es blitzsauber, nicht, dass wir uns falsch verstehen.

Ich saß auf etwas abgewetzten Sofa und trank einen Tee mit der alten Dame. Sie muss etwa achtzig Jahre gewesen sein und ihr Gedächtnis war nicht mehr das Beste. Obwohl wir angeregt plauderten, wiederholte sich die gleiche Unterhaltung alle fünf Minuten. Ihr Blick verlor sich im Raum, fokussierte sich wieder und das Gespräch begann von vorne. Wir sprachen über den Wochenmarkt und das frische Gemüse, und sie zeigte mir voller Stolz ein Ölgemälde, welches Ihr Sohn gemalt hatte. Ich habe bestimmt dreimal aufs Neue erstaunt das Bild bewundert.

Beim vierten Mal standen wir auf, gingen zu dem Bild und sie erklärte mir, dass dieses Bild von ihrem Sohn sei und sie es oft anschauen würde. Ich lächelte und erwiderte, dass das ganz wundervoll sei und ihr Sohn sehr talentiert. Sie ergriff meinen Arm, schaute mich mit klarem Blick an und die Stimme, die vorher so weich und fast brüchig gewesen war, sprach nun klar, deutlich und artikuliert. Sie sagte zwei Sätze: „Sie haben die Gabe. Nutzen Sie sie!“ Der durchdringende Blick zog sich zurück, ihre Augen hatten wieder einen milchigen Schleier, suchten nach einem Fokus. Auch ihre gerade so klare Stimme war wieder weich, leise, etwas zittrig. Sie hielt einen Moment inne, als überlegte sie, wo sie aufgehört hatte zu sprechen. Es war der Wochenmarkt und das Gemüse und das Bild, welches ihr Sohn doch gemalt hat. Ich war zu erschrocken, zu irritiert von der Bemerkung, dass ich vergaß zu fragen, wie sie das gemeint hätte. Ich habe sie nie wieder getroffen. Weder im Flur, noch ergab sich eine Gelegenheit sie zu besuchen. Auf mein Klingeln reagierte niemand, obwohl sie da sein musste. Ihr Briefkasten, die Zeitung, all das wurde geleert. Dann bin ich in eine andere Stadt gezogen.

Ich frage mich, was aus der Dame geworden ist. Ob ihr Sohn sie besucht hat, ob sie irgendwann in ein Seniorenheim gezogen ist, was aus dem Bild geworden ist. Und ich verstehe bis heute nicht, was da eigentlich passiert ist.

Ich stelle mir vor, dass es Engel gibt und so ein Engel durch sie gesprochen hat. Ich stelle mir vor, dass sie, wie ein Medium in einer Trance, eine Botschaft von wo auch immer empfangen hat. So ein bisschen gruselig und mysteriös ist das ja schon. Wie auch immer, es ist wirklich so passiert und ich frage mich, was genau diese Gabe ist, ob ich sie bereits gefunden habe, ob es das Schreiben ist oder etwas anderes. Wie ich sie nutzen soll. Ich habe keine Ahnung. Wenn es das Schreiben ist, dann ist es da und ich erweise mich der Botschaft hoffentlich als würdig. Dann muss ich keine Angst haben.

Dann liegt der Weg vor mir, auch wenn das Schreiben jeden Tag neu, jeden Tag anders, jeden Tag verborgen vor mir liegt und die Geschichten, Worte und Sätze von mir entdeckt werden wollen.

 


 

Ihr seid neugierig, wer an der Bloggerparade teilnimmt und was es alles zum Thema Inspiration zu entdecken gibt? Dann folgt dem Link zu Eva:

Startschuss zum #Inspirationsfeuer – macht mit bei unserer Blogparade

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


  • 3

Auf der Suche nach der Autorenstimme

Tags : 

Meine Autorenstimme, wortwörtlich. Wie finde ich sie und warum sollte ich sie suchen?

Im letzten Sommer habe ich die Kurzgeschichte „Eve“ veröffentlicht und da war der Gedanke: Ich könnte die Geschichte als Hörbuch anbieten. Selbstgelesen. Ein befreundeter Musiker attestierte mir eine jodelnde Stimme mit vielen Kieksern. Da war sie hin, meine zart keimende Podcasthoffnung. Mit der Stimme kann ich mich unmöglich unters Volk wagen. Vielleicht sollte ich generell über ein Stimmdouble nachdenken? Singen kann ich nämlich auch nicht.

Die Autorenstimme auf little edition.deAls ich – noch durchaus optimistisch – bei den Podcasthelden mit Gordon Schönwälder recherchiert habe, der außerordentlich profunde und unterhaltsame Informationen zum Thema zur Verfügung stellt, muss mich der Weihnachtsmann beobachtet haben. Denn unter meinen Geschenken war … ein Mikrofon.

Passend dazu schrieb Marcus Johanus von Lern- , Komfort- und Panikzonen. Fühlte ich mich vor einem Jahr noch kurz vor einer aufregenden Lernzone, so fully equipped ist das eindeutig die Panikzone. Ich? Reden? Laut? Vor Leuten?

Dazu eine kleine Anekdote:

Es war von der ersten Stunde Grundschuluntericht klar, dass Deutsch mein Ding ist. Und weil mein Lehrer so begeistert von meiner Vortragskunst war, fiel die Wahl auf mich, um bei einem Spendenkonzert von Ivan Rebroff die Blumen und ein paar Dankesworte zu überreichen.

Das Konzert war grandios. Ich werde Ivan Rebroff immer als Tevje (Anatevka) in Erinnerung behalten. Ich war aufgeregt. Erklomm die Stufen zur Bühne und stand vor einem Schrank von Menschen in einem pelzbesetzten Mantel. Ein Hühne mit Rauschbart und ich dachte: „Text … Text … lass Dir was einfallen … improvisiere … sag was!“

Ich habe improvisiert, den riesigen, mich kleine Person überragenden Blumenstrauß überreicht und wurde von Ivan Rebroff geknuddelt, bis ich keine Luft mehr bekam. Geschafft.

„Das war so toll, dass sagst Du noch mal ins Mikrofon, damit die 3000 Gäste das auch alle hören können.“

Ich wurde an den vorderen Rand der Bühne geschoben, stand vor einem Mikrofon. 3000 Menschen blickten mich erwartungsvoll an. Ich starrte zurück.

„Fiep!“

Am nächsten Tag besuchte meine Klasse Herrn Rebroff in seinem Hotelzimmer.Er saß auf einem samtbezogenen Stuhl und unser Chor, mit mir in der zweiten Reihe, sang ihm zu Ehren „Ein Jäger aus Kurpfalz“. Wieso war ich eigentlich im Chor? („Du hast so eine schöne, klare Stimme“). Egal. Ivan Rebroff war sehr tapfer, ich saß anschließend auf seinem Schoß, bekam ein Autogramm mit Herzen und einer persönlichen Widmung und ich habe mich geschämt. Für mein Versagen, für den Jäger aus Kurpfalz.

 

Seitdem kriege ich Schnappatmung, wenn ich vor mehr als drei Leuten reden muß.

Dieses Reden-Dings ist für mich eine große Sache. Im Sinne des Navigierens (wo fließt das Leben, wo geht es leicht, wo öffnen sich Türen) startete im Januar ein exklusiver Podcastworkshop mit wöchentlichen Beiträgen von Gordon. Check: angemeldet. Unsere Flensburger VHS hatte einen Platz im Kurs „Finde Deinen Ton“ von der Stimmtherapeutin Tanja Rossis frei. Check: angemeldet.

Ich habe mich als Toni vorgestellt. Method writing … ich will ja herausfinden, wer diese Toni ist, wie sie schreibt, welche Autorenstimme sie hat. Ich will meine Stimme wiederfinden.

Ich will mich auf dieses Abenteuer einlassen.

Aber von vorne. Unsere Sprache ist an unsere Anatomie und Physionomie gekoppelt. Ohne Atem, ohne Stimmbänder, Kehlkopf, Lippen, Zunge, Zähne, Zwerchfell geht gar nichts.

Linguisten untersuchen Sprache als System in unterschiedlichen Fachdiszplinen, die der Sprachwissenschaft untergeordnet sind. Spracherkennung (Siri, Cortana …) ist zum Beispiel so ein Anwendungsgebiet. Tolkien war Sprachwissenschaftler und so wundert es auch in keinster Weise, dass er nicht nur Sprachen erforschte, sondern auch eigene Sprachen entwickelte. Wobei ihn die Faszination für Sprache zur Wissenschaft führte, nicht anders herum.

Die Disziplin dahinter ist die Phonetik.

Sprache besteht aus Lauten – kleinen Lauteinheiten – die Phon/Phone genannt werden. In dem Moment, wo das Phon eine Lautbedeutung bekommt, wird es zum Phonem. Innerhalb einer Sprache sind die kleinsten Sinneinheiten wiederum Morphe, Morpheme mit eindeutiger grammatikalischer Bedeutung. Geschrieben und damit visualisiert werden diese Einheiten zu Graph und Graphem.

Wieder zurück zur Anatomie. Phone werden an unterschiedlicher Stellen gebildet. Es gibt Labiale, also Laute, die mit den Lippen gebildet werden, wie zum Beispiel der bilabiale Laut ‚b‘, aber auch Gutturale, die hinten in der Kehle gebildet werden, wie das ‚r‘ und ganz viele Laute dazwischen. Ich nutze meine Gesichtsmuskulatur, um die Luft so auströmen zu lassen, dass sie einen von mir gewollten Ton erzeugt.

 

In dem kleinen Schnupperkurs von Tanja Rossis habe ich mich mit meinem eigenen Klang auseinander gesetzt.

Erst einmal den eigenen Atemrhythmus, das Einatmen und Ausatmen bewusst spüren. Hebt sich der Brustkorb, dehnen sich die Rippen, kann ich meinen Atem bis in den Bauch spüren? Danach wurden „F’s“ geatmet. Das „F“ ist ein dentaler Laut, wird mit den Zähnen gebildet. Sanfte, zarte fffffffffs und schnippische, zackige FFFFs. Meine FFFs hörten sich trotz intensiver Bemühungen etwas schlapp auf der Brust an. Soll ja auch aus dem Bauch kommen:) Ich habe über das „F“ „Ws“ gleiten lassen, die auf dem Atemstrom schwammen, bin zum „O“ übergegangen, habe sauber artikuliert, unterschiedliche Stimmhöhen und -tiefen ausprobiert, habe die Atmung mit Bewegungen kombiniert und die Unterschiede wahrgenommen.

Und was bringt mir das nun?

Je sauberer ich artikuliere, je präziser ich meine Phone bilde, je exakter ich  meine Stimmwerkzeuge gebrauche, umso besser versteht man mich.

Meine Stimme wird als deutlich und klar wahrgenommen. Das hat als Nebeneffekt auch Bedeutung für meine Gesamtwahrnehmung als Mensch. Die Artikulation ist die Sprachverpackung. Es macht einen Unterschied, ob ich nuschele oder deutlich spreche. Und dieser Nebeneffekt wird Hauptthema, wenn ich mich über Sprache verkaufen muß. Wenn meine Stimme das Marketinginstrument ist.

Ein sehr schöner Satz von Tanja war: „Wir können nur das aussprechen, was wir vorher inspiriert, also eingeatmet haben.“

In dieses Sprechen kann ich nicht nur Sprachbedeutung als reine Information legen. Durch die Art, wie ich spreche, kann ich von meinem Gefühlszustand, von der Situation, von meinem Gegenüber erzählen, ich kann Kontext vermitteln und durch Emotionen anreichern.

Wenn Rufus Beck Harry Potter liest, dann leiert er die Sätze nicht einfach runter. Er gibt in Dialogen jeder Figur ein eigenes Sprachprofil, er betont Satzteile oder Wörter, macht Pausen und „zaubert“ dadurch ein Hörerlebnis, welches uns die Geschichte erleben und mitfühlen lässt.

Ich erinnere mich, auf youtube ein Video gesehen zu haben, in dem Meryl Streep gebeten wurde, total langweilige Informationstexte mit einem anderen Sprachkontext zu lesen … es war die Ellen De Generes Show, hier der Link: https://youtu.be/A8TSBw5JiWE

Als Autor komme ich vielleicht in die Verlegenheit, eine Lesung zu halten, vor Publikum zu sprechen oder ein Hörbuch einzusprechen. Und da will ich mich gut verkaufen. Mein Verkaufswerkzeug ist meine Stimme und die kann man wie alles andere auch trainieren.

Ich möchte mich weiter mit dem Thema Stimme auseinander setzen. Auf youtube stoße ich auf Vorträge von Dr. Monika Hein, die ausgebildete Specherin und promovierte Phonetikerin ist. Und ich verfolge Dr. Monika Matschnig, Psychologin und Expertin für Körpersprache. Beide halten nicht nur Vorträge, Coachings und Seminare, sondern haben auch Bücher geschrieben, in denen sie ihr Wissen vermitteln. Natürlich gibt es noch unendlich viele Videos zum Thema, männliche Stimmtrainer, die genannten Damen sind (m)eine spontane und willkürliche Auswahl.

Meine Atmung, meine Körperhaltung, meine Stimme greifen wie Zahnräder ineinander. Ich kann nicht gekrümmt wie ein Schluck Wasser in der Rechtskurve auf dem Stuhl hängen und dabei euphorisch „Ja, ich will!“ brüllen. Klappt nicht. Ich kann eine Haltung einnehmen wie ein angriffslustiger Stier vor dem Torero mit den Hufen scharrend, die Nüstern schnaubend in den Sand gesenkt und dabei zum Beispiel sagen: „Wie lieblich die Nachtigall mir will scheinen.“ Was löst allein das Bild beim Lesen aus?

Mit ein bisschen „Mi-Mi-Miiii“ ist es nicht getan.

Die Mischung aus Atmung, Körper-/Haltung und Sprachintention macht es. Dafür habe ich mir das Buch „Die Macht der Stimme“ von Ingrid Amon besorgt. Die Österreichische Sprecherin und Stimmtrainerin verbindet die einzelnem Zahnräder zu einem komplexen Übungsbuch und  ich erfahre sehr viel über die Stimme an sich, über das Training der Stimm- und Atemmuskulatur, wie ich meine Stimmwerkzeuge nutze, worauf ich achten muss, aber auch, wie ich meine Stimme pflege und wie ich sie gezielt nutzen kann. Dazu enthält das Buch eine Audio-CD mit Sprechübungen. Monika Hein bietet, ergänzend zu ihrem Buch „Sprechen wie der Profi“, eine App für das Iphone mit Übungen. Gibt es etwas, was es nicht gibt? Ich werde fündig und sehe, es gibt sogar Sprechtraining-Apps.

Ich werde damit kein professioneller Sprecher, dafür gibt es Ausbildungen. Aber die folgenden Punkte beeinflussen alle meine Stimme und wie ich sie nutzen kann. Und so werde ich mit den Materialien, die ich zusammen getragen habe, an meiner Autorenstimme arbeiten und die einzelnen Elemente genauer anschauen.

  • Körperhaltung
  • Atmung
  • Artikulation
  • Sprechrhythmus (Betonung, Pausen, Geschwindigkeit)
  • Sprechsituation (Vortrag, Lesung, Dialog)
  • Sprechmedium (Mikrofon, Studio)
  • Sprechabsicht (Verkaufsgespräch, Vorstellung, Erläuterung, Lesung)
  • Stimmpflege (Stimme aufwärmen, vorbereiten, trainieren, pflegen)
  • Psychologische Komponente, meine eigene  Stimme als Ausdruck meiner Persönlichkeit
  • Stimmspaß, Singen, Artikulieren, mit Sprache spielen

 

Ich glaube, meine Taktik hat sich bewährt. Bei youtube reinschnuppern, Literatur vergleichen, lokale Angebote (VHS) nutzen und dann da vertiefen und gegebenfalls mit Apps ergänzen, wo man mehr lernen möchte. Ich habe jetzt schon mehr gelernt, als ich zu Beginn vermutet hatte. Meine Stimme finde ich nach wie vor so naja. Ich habe auch noch keinen Extremtest vor Menschen gemacht. Ich geh die Sache langsam an. Mein nächster Schritt ist eine individuelle Trainingsstunde mit einer Gestalttherapeutin, die sich auf Stimmgestaltung spezialisiert hat. Und natürlich werde ich weiter mit dem Buch arbeiten.

Stimm- und Sprechtraining, die eigene Autorenstimme finden ist ein Prozess, der unbewusste Konflikte an die Oberfläche bringen kann, der im besten Sinne eine Abenteuerreise zum eigenen Ich ist, der am Ende nicht nur Stimmbildung, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung ist.

Wenn man den Mut hat, der eigenen Autorenstimme zu folgen.

 

 

Links


Stimmwerkstatt Tanja Rossis  www.diestimmwerkstatt.de

Dr. Monika Hein www.monikahein.de

Dr. Monika Matschnig www.matschnig.com

Ingrid Amon www.iamon.at

Die Podcasthelden www.podcast-helden.de

Marcus Johanus www.marcusjohanus.wordpress.com (Link führt zum oben erwähnten Artikel)

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


  • 0

#autorenwahnsinn … es geht weiter

Tags : 

Die von Schreibwahnsinn.de initiierte Challenge hat so viel Spaß gemacht, dass es einfach weitergehen musste. Wir konnten alle bei Kollegen und Autoren in den Alltag reinluschern, neue Bekanntschaften machen und eben auch von uns selbst erzählen. Jeden Freitag gibt es ab jetzt ein wöchentliches Motto. Mich findet Ihr mit den Antworten natürlich hier, auf Twitter und auf Instagram @little_edition.

 

Freitag | 3.2. | Schreibziele im Februar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Krimi, was sonst?! Aber auch ein längerer Beitrag für März auf der Seite, der Newsletter für Februar … geschrieben wird immer

 

 

 

Merken

Merken


  • 2

Autorenwahnsinn – Challenge 2017

Tags : 

Heute ist Tag 3 der von Schreibwahnsinn.de initiierten Challenge #autorenwahnsinn. Jeden Tag gibt es ein Thema und auf Instagram, Twitter, facebook… teilen Autoren ihren Alltag, ihre Ideen, ihre Beiträge.

Dass ich heute einen eigenen Beitrag mit allen Bildern auf meiner Seite anlege, hat den einfachen Grund, dass ich heute zum Thema #Inspiration mehr Text habe, als Twitter Zeichenbudget. Und falls jemand nicht bei Instagram ist, sich aber gerne meine Bilder anschauen möchte, dann kann er das hier ganz bequem.

Autorenwahnsinn @little_edition:

Tag 1: Mein Schreibjahr 2016

autorenwahnsin, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

viele Bücher, ein Schreibneustart und viele schöne virtuelle und reale Begegnungen mit Schreibkollegen. Zwei davon haben mir dieses schöne Lesezeichen geschenkt! #schreibwahnsinn #autorenwahnsinn #schreibjahr2016

Tag 2: Der erste Satz

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein NaNoWriMo-Projekt: Lady Gardeners, Der Tod kommt durch die Blume. Erster Satz. Der erste Entwurf geht jetzt in die Überarbeitung. Habe es tapfer seit 30.11. liegen, ruhen und reifen lassen. #schreibwahnsinn #autorenwahnsinn #erstersatz

Tag 3: Inspiration zumProjekt

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Idee habe ich schon ein paar Jahre im Kopf. Ich wollte einen Gartenkrimi schreiben. Die Lady-Gardeners mit dem Arbeitstitel „Der Tod kommt durch die Blume“. Ich würde mir wünschen, dass man sich in die Figuren verliebt, weil sie alle so urige (quirky) Charaktere sind, dass man am Ende das Buch ins Regal stellt und das Gefühl hat, man wäre wirklich dort gewesen und man müsste Freunde verabschieden… seufz, wünschen sich das nicht alle Autoren auf die ein oder andere Weise??? #schreibwahnsinn #autorenwahnsinn #inspiration

Tag 4: Schreibtechnik

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibtechnisch gestaltet sich das bei mir ganz unspektakulär. Mein Stift und treuer Schreibbegleiter seit über 20 Jahren, für unterwegs oder nachts am Bett Notizhefte. Das schwarze Heft habe ich in Berlin gekauft, weil der Plan „Schreiben auf einem Leihtablet“ voll in die Hose gegangen ist. Und dann ist da noch ein grundsolides Laptop(Toshiba Satellite).#autorenwahnsinn #schreibwahnsinn #schreibgerät

Tag 5: Schreibprogramme

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute geht es im #autorenwahnsinn um Schreibprogramme. Ich nutze seit vier Jahren #scrivener . Für den Fall der Fälle habe ich #Sigil als epub Programm und das Satzprogramm #scribus auf Empfehlung von #derselfpublisher (Fachmagazin). Damit habe ich bisher noch nicht experimentiert und bin auch skeptisch, da mich schon Graphikprogramme regelmäßig in den Wahnsinn treiben. (… was mehr an mir liegt. Mit anderen Worten: auch Photoshop und ich werden keine Freunde…) #schreibwahnsinn #schreibprogramm

p.s. Im Hintergrund eine Düne in St. Peter-Ording

Tag 6: Das darf nicht fehlen

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaffee, Tee & Schokolade … alles Schreiben wäre nichts ohne die Unterstützung des Herzbesten, der an mich glaubt, der an uns glaubt, der das Schreibego je nach Tagesform ermutigt, tröstet oder anspornt, der mich auf diesen Weg geschickt hat und mich begleitet #autorenwahnsinn #schreibwahnsinn #ohnegehtsnicht #wasdarfnichtfehlen

Tag 7: Socia Media

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin zuverlässig auf Twitter und Instagram unterwegs. An diversen anderen Stellen bin ich zwar auch, aber dann privat. Letzlich eine Zeitfrage und ich habe nicht das Bedürfnis, mich an „hundert“ Stellen gleichzeitig zu tummeln. Das nennt man dann wohl einen Social Stubenhocker, da ich am liebsen zuhause bleibe. Hier, auf meiner Seite.

Tag 8: Lieblingsbuch

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Sommer 1992 bin ich auf die Künstlerin Camille Claudel aufmerksam geworden. Ihr Leben, ihre Leidenschaft für ihre Kunst hat mich nachhaltig beeindruckt und auch tie berührt. Die Faszination ist bis heute geblieben.

Tag 9: Ein Autor, den Du bewunderst

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies sind Autoren, die aus unterschiedlichen Gründen eine besondere Bedeutung für mich haben.

Tag 10: Dein Lieblingsschreibplatz

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Rentnerecke“, weil wir das Sofa nach meiner Knie-OP gekauft haben, damit alle anderen auch noch irgendwo sitzen können. Jetzt sitze ich da am liebsten, um zu lesen und schreiben.

Tag 11: Deine Lieblingsschreibseite

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 12: Ein Zitat aus Deinem letzten Manuskript

autorenwahnsinn little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 13: Entspannung nach dem Schreiben

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entspannung… ich mache gerne Sport (Einzelkämpfer, dazu habe ich schon HIER geschrieben): ein wenig Yoga, Laufen, Kickbox-Kardio, ich stricke und nähe und ich liebe Umräumen. Geht nicht so oft, der Herzbeste droht mit Scheidung, seit er mal nachts nach Hause kam und gegen einen Schrank gerannt ist und zum WM Eröffnungsspiel den Fernseher suchen mußte… Das Schreibzimmer habe ich in vollkommener Glückseligkeit alleine tapeziert, gestrichen, Fußboden- und Deckenleisten montiert, Möbel zusammen geschraubt und der Herzbeste hat gekocht, geputzt, Wäsche gemacht und beim Sägen geholfen, weil Daumen blöd (ist er nicht wundervoll??!!!). #autorenwahnsinn

Tag 14: Das letzte gelesene Buch

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Buch, was ich gelesen habe, ist „Plot&Struktur“ von Stefan Waldscheidt. Ich mag seine Art zu schreiben sehr. Weil ich bockig war und nicht beim großen „A“ bestellen wollte, gab es das Buch im Lieblingsbuchladen nur als e-book. Hmpffff:( #autorenwahnsinn #letztesbuch

Tag 15: Dein liebster Schreibratgeber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich denke, Bücher über das Schreiben sind wie Dünger. Es braucht Zeit, bis das Gelesene seine Wirkung entfaltet, bis es unbewußt beim Schreiben wirkt. Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an, zu viel ist auch nicht gut. Schreiben ist immer im Wandel, so wie Pflanzen Wachstumszyklen haben, den Jahreszeiten angepasst. Schreiben ist kein Prozess, um fertig zu werden, Schreiben ist in jedem Augenblick, im Hier und Jetzt das, was ich bin. Deswegen ist ein Setzling kein schlechterer Baum als eine ausgewachsene Eiche. Im Gegenteil, mit Liebe und Pflege (und etwas Dünger) wird aus der kleinen Pflanze ein einzigartiger Baum. #autorenwahnsinn

Tag 16: Notizbücher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe zwar diverse Notizbücher für alle möglichen Projekte, das obere ist zum Beispiel mein Rauhnachttagebuch. Schreibgedanken habe ich grundsätzlich im Kopf, ich sammle mehr Schreibübungen:) das in der Mitte ist das fast schon legendäre Berlinbuch, weil ich da NaNoWriMo hatte, das begleitet mich jetzt tatsächlich beim Krimi, eigentlich landen gerade Notizen aus Stephan Waldscheidts Plot&Struktur drin:))) #autorenwahnsinn

Tag 17: Größter Autorenmoment

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein größter Autorenmoment: Wenn Menschen gefällt, was ich schreibe, wenn sie es gerne gelesen haben. Dafür schreibe ich.

Der bedeutendste Moment war ein Prozess und ist es noch. Das Loslassen alter Zwänge, Denkstrukturen, das sich dem Schreiben hingeben und Vertrauen in mich und mein Schreiben haben: Symbol dafür ist der (mein!) Schreibname.#autorenwahnsinn

Tag 18: Zitat aus Deinem ersten Roman

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat aus Deinem ersten Manuskript. Ich möchte gerne beim Gartenkrimi bleiben, der gewissermaßen das erste öffentlich kommunizierte Manuskript darstellt ( man möge es mir nachsehen) Lady Gardeners, Der Tod kommt durch die Blume (working title) #autorenwahnsinn

Tag 19: Lieblingsbuchblog

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Buchblog, das ich sehr schätze, ist der @kaffeehaussitzer . Uwe schreibt unglaublich schön, ehrlich, authentisch und poetisch. #autorenwahnsinn #buchblog

Tag 20: Inspiration auf Instagram

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Instagram… ich hole mir hier einen virtuellen Kaffee und ich kann mir stundenlang Gartenbilder, Häuser und Straßen angucken… und Gärten… habe ich Gärten schon erwähnt? #autorenwahnsinn #lieblingsinstagram

 

Tag 21: Schreibmusik

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibmusik… meistens vergesse ich sowas, ich fange an zu schreiben und dann ist die Welt weg. Ich kriege nicht mehr mit, ob ich die Heizung anstellen müsste, ob ich mal was essen sollte, ob die Familie was von mir will.

Durch @marcus.johanus bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, es mit einem Soundtrack zu versuchen und bin bei „The Theorie of Everything“ geblieben, den ich – und dafür bin ich berüchtigt – tagelang in der Endlosschleife höre. Endlosschleifenhören habe ich schon als Kind gemacht und jetzt erst habe ich in @xoschreiben eine Gleichgesinnte gefunden:) #autorenwahnsinn

Tag 22: Schreibaccessoire

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe kein Lieblingsschreibaccessoire. Irgendein Stift, das Laptop, Collegeblock, Hauptsache, die Hilfsmittel tun das, was sie sollen

 

Tag 23: Inspiration

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inspiration für Strick- und Nähprojekte hole ich mir bei Pinterest, Gartenmagazine und Ausstellungen, wie die Country Park&Garden @stockseehof , inspirieren mich immer, Gespräche mit Freunden. Das läuft dann aber unter intellektueller Befruchtung:) #autorenwahnsinn p.s. Schnittmuster Tasche @frau_machwerk

 

Tag 24: WIP | Work in Progress

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lady Garderners, Der Tod kommt durch die Blume (working titel)

 

Tag 25: Dein Bücherregal

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Frage nach dem Bücherregal kommt bei den Instagram-Challenges, an denen ich so teilnehme, recht häufig vor. Hier also das Regal mit Krimi/Fantasy, Populärwissenschaftliche Publikationen, Philosophie und Lyrik (ok, ganu unten steht auch noch Kochen)

 

Tag 26: BFF-Autor auf Instagram

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott Photo Copyright Daniela Müller, Photo Julia Pinnau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Bild @cozy_and_cuddly ,Daniela Müller

Fotograf: @julia_pinnau_fotografie

Für BFF’s bin ich eindeutig zu alt. Ohne meine Kinder hätte ich nicht einmal gewusst, was BFF ist. Ich habe also keine Autoren-BFFs.

Meine Autorenblase hier und auf Twitter ist mir durchweg sympathisch und ich hoffe, alle irgendwie in Leipzig und/oder Heidelberg persönlich zu treffen.

Eine wahre Freundin ist Dani. Sie ist eine echte VIB (very important blogger) und WordPressgöttin unter blogger-coaching.de und Werbung kann sie auch @seiten_wechsel

Aber wir sind Freunde, ohne das VIB-Chi-Chi… ich bin ganz verliebt in ihre Stimme (ist grad ein Thema), wir können extrem effizient zusammen arbeiten, uns gegenseitig aufbauen und uns aufeinander verlassen . Wir kennen uns ohne Insta-Filter (verheult, mit fettigen Haaren und ungeduscht). Reales Leben eben. <3

#autorenwahnsinn

Tag 27: Cover Deines Buches 2017

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchcover 2017: Die „Lady Gardeners“ haben als NaNoWriMo-Projekt angefangen. Ich habe ein Arbeitscover gebaut (und Ihr wisst, dass ich Graphikprogramme nicht bedienen kann…), ein psychologischer Trick. So sah die Geschichte aus, als wenn sie nur darauf wartet…

Witzige Anekdote: die Blumen auf dem Cover waren der Grabstrauß für meine Oma, die niemals in einer Vasenurne enden wollte:

„Dann komme ich ja nie zur Ruhe, wenn ich beim Staubwischen immer hin und her geschoben werde.“ #autorenwahnsinn

Tag 28: Mit welchem Autor würdest Du gerne mal Kaffee trinken?

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sighhhhh … und hier, wie ich mich erfolgreich zum Horst mache:

Lesung mit Harry Rowohlt auf Föhr, ich stehe in der Schlange zum Signieren.

H.R. freundlich: „Für wen?“
Ich: „Für mich!“
H.R. (guckt hoch): „Haben Sie denn auch einen Namen?“

…. ich lass das, ich vergurke es in jedem Fall oder mache es so kompliziert, dass ich aus der Nummer nicht mehr rauskomme. Zum Glück hat mich Ricarda von schreibsuechtig.de auf Twitter gerettet, die auf der lbm17 mit mir (!) einen Autorenkaffee trinken möchte.

 

Tag 29: Ein Zitat aus Deinem aktuellen Manuskript

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ethel und Ruth bringen mich immer wieder zum Lachen.

Tag 30: BFF auf Instagram

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 31: Dein Wünsche für das Schreibjahr 2017

autorenwahnsinn, little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Schreibjahr 2017 • was sein soll, wird sein. Ich werde zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse sein und auf dem Literaturcamp in Heidelberg, ich werde mich meinen persönlichen Schreibdämonen stellen und ich werde weiter navigieren: wo fließt das Leben, das Schreiben, wo ist Bewegung, wo geht es nicht weiter.(Felix Wolf, The Art of Navigation)
Ich wünsche Euch allen ein gutes Schreibjahr.

Licht & Liebe und Kekse für alle

#autorenwahnsinn

(p.s. Das mit den Schreibdämonen klingt ganz schön pathetisch, more Drama, Baby – ersetzte Dämonen durch Alltag)

 

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


  • 0

Jahresrückblick und Ausblick

Tags : 

Nach einer längeren Weltpause bin ich im Frühjahr zurück gekehrt. Davor hat es mich die letzten Jahre im Social Media nicht gegeben. Einige alte Bekannte habe ich wiedergefunden, neue Menschen entdeckt. Als ich aufgehört habe zu schreiben, haben andere angefangen, der Kaffeehaussitzer zum Beispiel.

Es war ein komisches Gefühl, die ersten Tage stürmte so viel Neues auf mich ein. Wie war das noch mal, wie habe ich das früher gemacht? Will ich wirklich wieder schreiben? Worüber will ich schreiben? Interessiert das überhaupt jemanden?

little edition by Toni ScottEs ist kein nahtloses Anknüpfen an alte Zeiten. Ich schreibe anders. Nein, ich gebe mir Raum so zu schreiben, wie ich es mir früher nicht gestattet hätte. Der Austausch in der Autoren-Buch-Blase auf Twitter gefällt mir besser als früher, das Kommentieren auf der Seite ist weniger geworden. Ich poste nette Bilder (finde ich) auf Instagram und es gibt Menschen, denen das gefällt. Pinterest interessiert mich mehr als Privatmensch mit meinem Privataccount (und Gartenbildern), aber ich habe trotzdem eine „offizielle“ Pinnwand.

Ich war auf meinem allerersten Barcamp und habe auch noch spontan eine halbe Session unvorbereitet und spontan aus dem Ärmel geschüttelt. Und nach der ganzen Aufregung eine Migräne bekommen. Ich habe herausgefunden, dass ich Süßkartoffelpommes liebe und die Gedanken von Mark Forsyth und Neil Gaiman, dass meine Autorenkollegen ganz exzellente Bücher veröffentlicht haben und mir die Kreativität nicht abhanden gekommen ist. Und ich bin sehr glücklich über unseren Buchladen am Plack.

Ob zuhause für mich oder bei Insta oder hier, ich mache das, was mir selber gefällt und ob das dann einer mag… ich mag aber sehr den Austausch mit den Menschen, die es mögen und sagen: „Mensch, gefällt mir. Wir liegen auf einer Wellenlänge.“

Marketing, Blogger-Regeln, Präsenz – ehrlich? Wenn ich keinen Beitrag schreiben will oder kann, dann gibt es eben nichts. Fertig. Dafür mache ich das, was ich mache ordentlich. Ich habe zum allerersten Mal einen Newsletter im Angebot und bin ganz angetan. Lego für Große… Es gibt ein paar Nettigkeiten zum „downloaden“, was auch eifrig genutzt wird, leider kommentarlos. Das ist ein bißchen schade, denn ich freu mich ja mit, wenn z.B. der Medienknigge eine gute Hilfe ist oder jemand Spaß hat, den Lesestatus-Generator zu basteln.

Ich habe 2012 ein wenig neidisch – ich gestehe –  auf die Nano-Schreiber geschaut und überlegt, ob ich das wohl auch jemals tun würde. Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dabei. Und ich habe ihn geschafft. 51114 Wörter im November. Ein spannender Monat, denn ich war zweimal in Berlin und auch auf der BuchBerlin und habe liebe Kollegen aus der Autorenrunde getroffen!

little edition by Toni ScottDas war die größte Überraschung. Je mehr ich ich selbst wurde – und das führte zu einem Schreibnamen –  umso mehr schöne (virtuelle) Bekanntschaften ergaben sich. Ich navigiere (nach Felix Wolf, The Art of Navigation) und schaue, wo das Leben fließt, wo es stockt. Ich bin ein Luxuskind, ich will Schönheit in meinem Leben. Ich brauche Schönheit zum Überleben. Ich will keine grantigen Menschen, die ihre Frustration an anderen ausleben, in meinem Leben haben. Ich will schöne Momente, schöne Gedanken, schöne Sätze und Worte, schöne Ansichten und Aussichten. Mein Leben verläuft langsam und leise und ich mag den neuen Rhythmus, das weiche Fließen. Ich will nicht wieder schnell und laut sein müssen. Ich will bei mir selbst sein und das bedeutet, dass die Welt eben hie und da draußen warten muß.

Ich mag mein Schreiben, ich mag mich beim Schreiben. Der Krimi will überarbeitet werden, eine neue Idee ist geboren, aus dem Schreibworkshop von 2013 soll ein kleines Kreativschreibheft  werden.

 

2017 – was sein soll, wird sein. Licht&Liebe und Kekse für alle!

little edition by Toni Scott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


Newsletter

Archiv