Tag Archives: Lyrik

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Lyrik

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Weit ziehen die Felder hinaus in den Himmel
tragen meine Träume zu den Sternen.
Werden meine Wünsche jemals erhört?
Endlos erstreckt sich der Weg zu den Hügeln
An dessen Felsen sich die Sonne bricht.
Zu viele Versprechen wurden gebrochen
Zu viele Lügen wurden verbreitet.
Laut, das Rauschen und Rascheln der Bäume
Heimliches Lied, von fern tönt die Nachtigall
So lieblich ein letztes Mal.
Weich umhüllt die Nacht und
läßt das Reich der Schatten erwachen –
bin ihm näher als sonst irgendetwas.
Warm, die Luft und kühlend auf den Wangen
Streichelt ein letztes Wort von Dir.
Werde ich Dich wiedersehen?
Der Duft der Wälder läßt mich zweifeln,
die Stille hält mich gefangen.
Gestern noch Spiel der Sonne wiedergebend
Und Dein Gelächter erstickend tanzen nun
Elfen zu den Klängen der Vergangenheit.
Lausche ihrem Gesang und treibe verborgen
Unter Weiden in der Zeit.
Ein Wellenschlag, eine Bewegung der Blätter
und fort, so schnell wie ein Kuß entschwebt
und doch Erinnerungen zurücklassend,
die von den ersten Sonnenstrahlen am Horizont erahnend
ausgetrocknet werden,
der Zauber.
So tauche ich in die grüne Flut,
kleide mich in Algen um das Lied der Feen zu singen
und auf die Morgenröte zu warten.
Schenke ihr meine Schönheit
und den Wäldern meine Stimme,
versinke und fühle den Wind die Oberfläche bewegen,
ließ meine Liebe am Ufer zurück
mit dem Lachen Deiner Augen und
treibe dem Licht entgegen,
die Spuren des Mondes auf meinen Lippen.

(1991)


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Da
Wo ich weiß
Ich weiß nichts
Fängst Du an
Mich zu füllen
Mit Gedanken und
Dann und wann
Mit Liebe und
wieder zurück

 


das universum ruft im büffel
schwer rollt die Welle an das Ufer
wer weiß das schon
wer ruft und lockt und neckt
ja laut auch meine Stimme
unerhört ist so was

(2005–2007)


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Für Sophie
Möge sie in Frieden ruh´n.
Denn das hat sie sich ausgebeten.
Stünde man auf dem Kaminsims
Dann müsste man beim Staubwischen
Zur Seite rücken
Und da hilft nichts
Und sei das Porzellan auch noch so schön

(2005–2007)


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Und was der Tag so bringt

Bunte Schatten auf Eichenrost
Wellblech dumpft im Sonnenlichte.
Natürlich nicht jedermanns Sache.
Der Morgentau, er feiert wild
und hektisch in Betriebsamkeit.
Und was der Tag so bringt.
Steht abends wie von selbst geschrieben
Auf käsigen Mondscheiben.
Auch das ein Fluch für den, der´s lesen kann.

(2005–2007)

 


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Der arme Poet

Der Dichter, er durchdringt das Licht
aus tiefen dunklen Erden.
Mit vielen Ah´s und Oh´s
sich hoch gekämpft,
zumeist doch eher recht verborgen.

Durch Schlamm und Tod,
mit Schmerz und Qual,
er fordert sich sein Leben
als wenn´s kein Morgen gäbe.

Doch dann, ein zartes Blau,
wie lieblich am Horizont will scheinen
das Wort, es leuchtet nach Moral
und keiner kann sich´s darauf reimen.


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