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Beim Schreiben kalte Füße resp. Hände bekommen?

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Draußen ist Herbst. Das ist okay, denn dann schmeckt warmer Apfelstrudel, heiße Schokolade, der Kamin brennt und mit Kissen, Keksen und Buch kann ich es mir auf dem Sofa gemütlich machen.

Beim Schandstulpen-braunhreiben kommt mir das kühle Wetter nicht so gelegen. Als staatlich geprüfte Frostbeule habe ich (auch im Sommer) kalte Füße und beim Tippen auf der Tastatur auch gerne kalte Hände. So richtig – mit blauen Fingernägeln. Kennt Ihr das? Habt Ihr das auch?

Unten rum ist das kein Problem. Weiche Sportsocken und darüber selbstgestrickte flauschige Wollsocken. Ich war 15 oder 17, als ich meine Oma gefragt habe, ob sie mir beibringen kann, wie man Socken strickt. Denn ich würde ja vielleicht auch mal eine Oma werden und spätestens dann müßte ich Socken stricken können, sonst wäre ich ja keine richtige Oma. Auch eine Logik…  Das war damals ein heeres Ziel und es hat gedauert, diverse Flüche eingeschlossen. Aber: ICH kann Socken stricken. Damit bin ich gewissermaßen autark, denn wenn es um warme Füße geht, bin ich auf niemanden angewiesen:)

Den Nutzen hat auch der Herzbeste sofort erkannt und trägt nichts anderes. Für den Sommer hat er von mir Sneakersocken aus einem leichten Baumwollstretch bekommen. Und als schöne Tradition gibt es zu jedem Hochzeitstag ein neues Paar. Da die Wollkollektionen immer schöne Namen haben, tummeln sich in der Schublade “Boston”, “Coyote”, “Wanderweg”, “Hans-im-Glück”, “Froschkönig”, “Peppermint” (Ringelsocken im Seeley-Booth-Gedächtnislook)…

handstulpen-gruenVor ein paar Jahren habe ich mein Repertoire (Socken) drastisch um Mützen, Schals und Handschuhe/Pulswärmer erweitert. Und diese Pulswärmer sind wirklich praktisch. Die Finger sind frei, aber die Kälte zieht mir nicht so in die Knochen, weil der Rest murkelig warm ist.

Mit und ohne Muster, gehäkelt oder gestrickt und in variabler Länge und Farbe passen Handstulpen zu jedem Outfit und sind nebenbei auch eine ganz gute Geschenkidee. Noch ist es nicht zu spät und Handstulpen gehen auch ganz zügig. Wer jetzt inspiriert ist…

Die Anleitung für die gehäkelten Handstulpen “Myrtle” findet Ihr auf der Seite der norwegischen Wollmarke Drops: HIER, die auch gleich die passende Wollempfehlung haben. (Keine Werbung, mein persönliche Meinung).

handstulpen-rosahandstulpen-grauFür Hilfe, Tipps, Anleitungen und Kniffe beim Stricken und Häkeln ist die Seite von Elizza eine hervorragende Quelle. Die “unsichtbare Naht”, zum Beispiel zum Vernähen der Sockenspitze, war für mich ein Highlight! Und zum Glück gibt es die Anleitungen als Video. Zugucken ist meistens einleuchtender, zumindest geht mir das so. So geschehen bei der ebenfalls pfiffigen Methode für einen sauberen Mausezähnchenrand, die ich auch dort gefunden habe.

handstulpen-karismaIch kann mir auch Männer mit Handstulpen gut vorstellen, mit weniger Gedöns und schlichter, vielleicht mit halbem Daumen? Ich denke dabei an die Verfilmung von Charles Dickens’ “Weihnachtsgeschichte” mit Patrick Stewart und Richard E. Grant in den Hauptrollen. Im herz- und temperaturkalten Kontor von Ebenezer Scrooge trägt sein Assistent (R.E. Grant) Ärmelschoner, wie das damals eben so war. Nicht nur Buchhalter, auch Buchsetzer trugen bis ins 20. Jh. so einen Schutz. Und das hat doch auch was!

Also, rann an die Nadeln und kuschelige Handstulpen stricken. Habt Ihr andere Ideen und Tipps gegen kalte Hände und Füße beim Schreiben? Dann lasst Euch nicht lumpen und teilt sie hier!

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little blog.shop | writing prompt

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writing prompt little blogshopAuf die Tasten, fertig … los: Mit dem little blog.shop writing prompt findest Du jeden Donnerstag eine neue Fingerübung zum Schreiben.

Manchmal fehlt einem einfach die zündende Idee. Vielleicht möchte man auch nur den Schreibnerv kitzeln, eine Schreibblockade überwinden, die kleinen Synapsen zum Schnackseln bringen. Dabei hilft ein writing prompt, eine Inspirationshilfe, um in Schreibstimmung zu kommen.

Die meisten writing prompts bestehen aus wenigen Sätzen, die eine Situation bereits vorgeben. Das kann hilfreich sein, einen aber unter Umständen noch weiter blockieren. Beispiel: “Du stehst in der Bücherei vor einem Regal und plötzlich verbeißt sich ein Zwerg in Deiner Hand.” Hört sich erstmal lustig an, kann man bestimmt auch eine Geschichte draus bauen. Das Bild muß sich aber erst einmal im Gehirn aufbauen.

Mit meinem writing-prompt möchte ich Deine Kreativität auf mehreren Ebenen ansprechen.

Deswegen findest Du weiter unten eine Bildergalerie, die jeden Freitag um ein neues Bild wächst. Lass Dich inspirieren. Such Dir Dein Lieblingsbild aus oder nimm die Herausforderung an zu jedem Bild einen Text zu schreiben. Was auch immer, wie auch immer: Dialog, Gedicht, Minigeschichte, Gedanken…

Das Photo transportiert neben dem Bildmotiv eine subjektiv assoziierte Atmosphäre, stimuliert die Erinnerung, vielleicht einen Geruch, ein Geräusch, Musik, Erlebnisse und regt dadurch die Phantasie an. Du hast die Wahl, was Du als Aufhänger nimmst, um ins Schreiben zu kommen. Der kreative Prozess besteht in der Neuverschaltung von im Gehirn abgelegten Informationen. Macht es da nicht auch Sinn, möglichst viele Informationen im Gehirn zu aktivieren?

Den richtigen Schreibmoment gibt es nicht.

Aber begünstigende Umstände. Nimm Dir ein wenig Zeit, eine Tasse Tee, einen Keks. Wichtig ist, daß Du Dich wohlfühlst. Es gibt kein richtig oder falsch, ob Du in der Badewanne schreiben möchtest oder in der U-Bahn in Dein Handy tippst. Und sperr auch gleich den inneren Kritiker weg. Das ist kein Wettbewerb. Es gibt keine Verlierer – nur Gewinner, wenn am Ende ein kleiner Text entstanden ist.

Was meinst Du? Zuckt es schon in den Fingern? Was springt Dich an? Mach einfach mit!

Schreib direkt in das Kommentarfeld oder verlinke auf Dein Blog.

Dazu darfst Du auch gerne das Beitragsbild in Deinem Post benutzen. Ein Hinweis zur Quelle wäre schön. Und natürlich freuen sich alle anderen Teilnehmer auch über nette Kommentare oder konstruktives Feedback!

 

Schreib los:

[pjc_slideshow slide_type=”writing-prompt”]

 

Ganz viel Spaß und viele kreative Schreibideen wünscht Euch

Alexandra

… und vielleicht helft Ihr ja mit, durch Teilen und Verlinken auf diese Mit-mach-Aktion aufmerksam zu machen…

[Eigentlich selbstverständlich: Inhalte rassistischer, gewaltverherrlichender oder pornografischer Natur sind nicht erwünscht und werden sofort gelöscht.]

 


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little edition Lesestatus-Generator

Lesestatus-Generator – mit Freebie

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So kommt eins zum anderen. Ich wußte sofort, daß ich die Sparstrumpf-Lesechallenge von Alexandra von buecherkaffee.de mitmachen wollte. WordPress ist ein bißchen wie Lego für Große und so kann ich mich immer wieder für das Lesestatus-Widget begeistern, welches in der Sidebar den Verlauf meiner Lesezeit anzeigt. Und demnächst vielleicht auch die Arbeit an eigenen Texten…

In meiner Jugend –  also 1873 –  gab es solche Statusmeldungen ganz einfach auf Papier, mit einem Schieberegler, durch den das Pubertier der Achtziger Aufenthaltsort und/oder psychische Verfassung kommunizierte. Der Zettel wurde außen an die Zimmertür gehängt und Eltern oder Freunde, die zufällig am Zimmer vorbeikamen, konnten sich darüber informieren, ob man gerade hungrig, müde, in der Schule, beim Sport, angepisst oder unglücklich verliebt war.

Dafür gibt es jetzt Social Media und dann weiß es auch der letzte Inuk auf Grönland. Aber so analog, selbstgebastelt, ganz ohne Photoshop –  also back to the roots – das hat doch Charme.

Und weil mir das unglaublich viel Spaß gemacht hat, stelle ich meinen Lesestatus-Generator, kurz “LSG”, als Freebie zum Download am Ende der Seite zur Verfügung.

 

little edition Lesestatus-Generator

Der Lesestatus-Generator

Das brauchst Du:

  • Pappe DinA4 + extra Pappe für Pfeile
  • weißes Papierblatt DinA4
  • Buchfolie
  • Wollfaden oder Gummischnur
  • Buntstifte, Filzstifte…
  • Locher oder Lochzange oder dickere Nadel
  • Tesafilm

 

 

Und so geht’s:

Die Pfeile ausschneiden, auf Pappe kleben und die Oberseite mit Buchfolie bekleben. In jeden Pfeil zwei kleine Löcher bohren (senkrecht).

Die Vorlage ausmalen und auf Pappe kleben. Den Wollfaden von hinten in das obere Loch des kleinen “Ende”-Pfeils führen und durch das untere Loch wieder nach hinten raus gehen, ebenso mit dem “Hier bin ich”-Pfeil verfahren. Pfeile mit losem Faden auf die Vorlage legen, daß die Pfeilspitzen auf den Seitenzahlstrahl zeigen. Oben und unten auf der Vorlage nun kleine Löcher bohren, Faden durchziehen und auf der Rückseite zum Beispiel mit Tesafilm fixieren. Den Faden dabei leicht auf Spannung halten.

Ich habe am oberen Rand ein weiteres Loch gebohrt und einen Faden als Aufhängung angebracht.

Für die Gestaltung der Deckseite gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • das ganze Blatt mit Buchfolie abkleben, so ist es abwaschbar und auch mit einem wasserlöslichen Marker beschreibbar
  • aus Buchfolie einen Einschub basteln, um kleine Zettel mit dem Buchtitel austauschen zu können
  • das ganze Blatt in einem Bilderrahmen fixieren, der Faden läuft dann vor dem Glas. Hier könnte man dann das Glas beschreiben (wasserlöslicher Marker!)

Der Lesestatus-Generator ist ausschließlich für den privaten Gebrauch und darf nicht kommerziell genutzt werden, das finde ich nur fair.

Es gibt den Lesestatus-Generator übrigens einmal mit Zahlen für kleine Bücher und ohne Zahlen. Dann kann jeder selber Werte eintragen, was bei dicken Schinken ja mehr Sinn macht.

 

 

Download LSG mit Zahlen

 

Download LSG ohne Zahlen

 

 

Ich hoffe, Ihr habt Spaß dabei, Euren ganz eigenen Lesestatus-Generator zu basteln. Vielleicht habt Ihr ja auch noch Ideen oder Wünsche? Über Euer Feedback freue ich mich schon. Vielleicht postet Ihr ja auch ein Bild von Eurem LSG und verlinkt dazu im Kommentarfeld?

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www.little-edition.de

little blog.shop 12. Kapitel 15. September 2013

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www.little-edition.de

Ein Jahr ist vergangen. Ein aufregendes und spannendes Jahr mit einem unglaublichen Experiment. Für mich war es ein Schreibabenteuer, von dem ich nicht wußte, wo es mich hinführen würde. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Kapitel zu planen und zu schreiben, zu recherchieren und Eure Beiträge zu lesen.

Ich möchte den little blog.shop ganz entspannt ausklingen lassen. Also kein Kapitel im klassischen Sinne. Dieses Mal habe ich eine persönliche Bitte an alle Leser: ich wünsche mir ein Feedback von Euch. Dazu biete ich Euch folgende Fragen als Anregung an:

Was habe ich vom little blog.shop erwartet und wurden meine Erwartungen erfüllt?
Habe ich etwas dazugelernt?
Hat sich mein Schreiben verändert, hat sich meine Einstellung zum Bloggen verändert? Welche Kapitel haben mich besonders interessiert oder mir besonders viel Spaß gemacht?
Welche Themen fand ich nicht so wichtig oder relevant für mich?

Würde ich noch einmal an einem Workshop teilnehmen?

Was fällt Euch noch ein?

Ich würde mich auch sehr über eine Rückmeldung derjenigen freuen, die nur so mitgelesen oder die Aufgaben für sich selbst gelöst haben, ohne sie zu posten. Ihr könnt mir das Feedback als Mail schicken (wird nicht veröffentlicht) oder, wenn es öffentlich sein darf, als Kommentar unter dieses Kapitel setzen.

Hier noch einmal eine Übersicht der Kapitel:

1. Kapitel                            Champagner, Whisky – alles Käse? Texte müssen reifen

2. Kapitel                            Das Blogger-Ich und wer liest das dann überhaupt?

3. Kapitel                            Wem die teutsche Sprache recht und teuer …. Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen

4. Kapitel                            Der rote Faden

5. Kapitel                            Schreibblockade und Themenhänger

6. Kapitel                            Textfluss, Textmelodie, Satzlängen

7. Kapitel                            Blogtext-Cross-Over / Produktvorstellung

8. Kapitel                            Adverbien / Adjektive – Freund oder Feind?

9. Kapitel                            Eigener Stil und Kopie     

10. Kapitel                          Das Schreibexperiment

11. Kapitel                          Media-Kit/Exposé

 

Und wer nochmal direkt in die Übungen einsteigen möchte, HIER sind alle Kapitel direkt in der Übersicht verlinkt.

Ich danke Euch allen, sende herzliche Grüße und verabschiede mich aus diesem Workshop.

 

 

 

 

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www.little-edition.de

little blog.shop 11. Kapitel 15. August 2013

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 www.little-edition.deWie schreibe ich ein Media-Kit?

Das Wichtigste zuerst: auch Blogger, die kein Media-Kit auf ihrem Blog anbieten wollen, profitieren von diesem Kapitel und der ergänzenden Übung.

Das Media-Kit ist eine zusammengefasste Vorstellung des Blogs, ergänzt durch statistische Daten, die Aufschluss über die werberelevante Reichweite des Blog geben und natürlich Preise für zu buchende Werbefläche. Das Media-Kit dient dazu, potentiellen Sponsoren zu zeigen, wo sie ihr Geld lassen, warum sie das tun sollten und daß es sich für sie lohnt.

Blogger, die Werbung als Einnahmequelle nutzen, brauchen Informationen über ihr Blog, die sie potentiellen Werbekunden zur Verfügung stellen. Dies kann eine PDF sein, die man runterladen kann, ein gedruckter Flyer und auch einfach eine Seite oder Unterseite auf dem Blog, die als solche gekennzeichnet ist. Man kann diese zum Beispiel „Media-Daten“, „Werbung“ oder „Sponsoren“ nennen.

Für das Media-Kit gibt es keine formalen Richtwerte, um aber ernst genommen zu werden und einigermaßen professionell zu erscheinen, Punkte, die man beachten sollte. Bevor wir uns den Aufbau anschauen, gehe ich noch einmal aus einer anderen Perspektive an das Thema heran.

In der Literatur und Wissenschaft gibt es nämlich etwas ganz Ähnliches, allerdings ohne Preise: das Exposé. Auch das Exposé zeigt kurz und knackig auf, worum es geht, was die Kernpunkte sind und welcher Nutzen (Lesespaß) zu erwarten ist.

Der Aufbau des Exposés ist klar strukturiert und variiert nur abhängig davon, ob es um einen Roman oder ein Sachbuch/Projekt/wissenschaftliche Arbeit geht. Nehmen wir das Blog als Projekt. Dann können wir damit beginnen, daß wir die grundlegende Idee hinter dem Blog beschreiben. Darauf folgt eine Übersicht der angebotenen Inhalte und eine kurze Analyse der Zielgruppe/Leser. Auch beim Exposé gilt, es sollte sich leicht und angenehm lesen lassen. Im Gegensatz zum Krimi soll der Leser allerdings an jedem Punkt des Textes genau wissen, woran er ist. Also kein Geschwafel, keine prosaischen Ausführungen, keine Andeutungen … Fakten! Kurze, klar definierte Sätze dominieren den Text. Trotzdem soll Eure Begeisterung, Eure Liebe, Hingabe und Leidenschaft, die Ihr in das Blog steckt, für den Leser erkennbar sein. Denn das Blog ist immer noch eine sehr persönliche Sache. Wo die Grenze ist, das muß dann jeder für sich selber entscheiden.
Also, Text schreiben, liegen lassen, lesen lassen. Vielleicht von einem Kollegen oder jemandem, der sich traut, Euch zu kritisieren. Familie und enge Freunde sehen Euch verklärt und Honig ums Maul bringt uns keinen Schritt weiter. Natürlich sollte die Kritik sachbezogen sein. „Mit Deinem komischen Blog-Dings verdienst Du doch nie Geld!“ ist nichts, was uns hilft. Sätze wie „Der Teil war zu lang“, „Das habe ich nicht verstanden“, „Warum ist das wichtig?“ sind Rückfragen, die wir ernst nehmen und unseren Text daraufhin untersuchen sollten.

Jetzt wird es technisch: Google Analytics und Jetpack (für WordPress) bieten Statistiken an. Schwarz auf weiß kann man für jeden Tag/Woche/Monat ablesen, wie viele Besucher man hatte, welche Posts besonders oft gelesen wurden, wie lange die durchschnittliche Verweildauer des Besuchers war, die Absprungrate in Prozent …. Diese Zahlen kann man zu seinem Vorteil nutzen. Deswegen rate ich dazu, vor dem eigentlichen Online gehen mit dem Media-Kit, die Zahlen über einen längeren Zeitraum zu beobachten, Entwicklungen zu dokumentieren und dann zu überlegen, welche Werte nützlich sind. Dabei gilt wie in der beruflichen Bewerbung, den Fokus auf die Stärken zu setzen.
Dann kommt der Werbe-Teil. Welche Werbung biete ich an: Werbefläche, bezahlte Posts … verschiedene Größen, Rabatte, Zahlungsmodalitäten. Dann noch – ganz wichtig – Kontaktmöglichkeiten und eine Kurzbiografie.

Soweit die Fakten. Jetzt geht es um die grafische Gestaltung, denn das Auge liest mit. Und da kommt die Inspiration aus der klassischen Bewerbung. Im Internet und z. B. auf Pinterest findet man Lebensläufe, die das starre Tabellenmodell aufbrechen und Informationen grafisch ansprechend und übersichtlich präsentieren. Solche Lösungen muß man innerhalb einer Bewerbung natürlich an den Leser (Personaler) und die Berufssparte anpassen. Beim Media-Kit haben wir mehr Möglichkeiten. Einzige Voraussetzung: alle relevanten Informationen werden übersichtlich dargestellt. Natürlich kann man ein Media-Kit ganz schnörkellos gestalten, denn der Inhalt zählt. Auch die Media-Kits von anderen Blogs können eine wertvolle Hilfe sein, so man sie denn zu sehen bekommt.

Ergänzt wird das Media-Kit mit einem Screen-Shot und einem Beispielartikel und/oder Bildern. Es ist unwahrscheinlich, daß Werbekunden sind den ganzen Blog anschauen werden. Also picken wir uns ein paar Highlights raus, die unser Blog besonders gut repräsentieren.

Hört sich alles noch ganz gut an, bis … das Exposé sollte maximal 2 Seiten beinhalten und das gilt auch für den Text im Media-Kit. Und gemeint sind Normseiten. Normseiten werden für Manuskripte benutzt, weil sie einheitliche Zeichenwerte für den späteren Druck generieren.

Die klassische Normseite hat 60 Zeichen pro Zeile und 30 Zeilen. Geschrieben wird mit Courier New, 12p und 1,5 Zeilenabstand. Courier New übrigens, weil jeder Buchstabe die gleiche Breite einnimmt. Diese Angaben beziehen sich noch auf die gute alte Schreibmaschine (analoges Schreibgerät) und sind mit dem Computer nicht ganz genau zu wiederholen. Um die genannten Wert zu gewährleisten, muß man die Seitenränder in der Formatvorlage anpassen. Und wenn man schon dabei ist, „Absatzkontrolle“ und „Silbentrennung“ auch gleich deaktivieren (Format, Absatz, Häkchen entfernen bei Absatzkontrolle). Geschrieben wird als Fließtext und linksbündig.

Schreiben wir unsere Media-Texte und vielleicht auch gleich alle Blogtexte als Manuskript vor, haben wir sofort einen guten Überblick, wie groß die Textmenge ist und sehen schnell: es muß gekürzt werden! Erst dann und nach einer mehrfachen intensiven Korrektur auf Schreibfehler und Zeichensetzung wird der Text mit den grafischen Elementen verbunden und endgültig zusammengebaut. Dann in jedem Fall als PDF speichern und fertig.

Jetzt willst Du aber gar kein Media-Kit anbieten. Das ist völlig okay! Der Nutzen liegt in den Überlegungen. In der Literatur ist das Exposé der TÜV für den Roman. Immer dann, wenn die Beschreibungen schwammig werden, wenn gefaselt wird, verbergen sich Schwachstellen im Plot (Handlungsaufbau). Immer dann, wenn auch Show, don’t tell-Alarm im Exposé auftaucht, dann fehlt es an Struktur und Tiefe; sind Handlung, Konflikte und Figuren zu blass und nachlässig konstruiert.

Du hast Spaß an Deinem Blog uns Du liest das, weil Du Dich und Dein Blog weiter entwickeln willst, weil Du etwas lernen möchtest. Ein Exposé über dein Blog zu schreiben ist eine gute Übung um zu prüfen, inwieweit das Konzept stimmt. Innerhalb vom blogshop haben wir schon ganz viel vorgearbeitet. Die vielen Fragen zur Wahrnehmung, die ich gestellt habe, sollten dich dazu bringen, ziemlich genau zu wissen, was Du da eigentlich tust und warum. Und was für das komplette Blog gilt, gilt erst recht für einen Beitrag. Das Exposé fungiert wie ein Detektor für inhaltliche Brüche. Wenn du zum Beispiel Artikel planst, eine ganze Reihe zu einem bestimmten Thema, dann hilft Dir das Exposé, Dein Konzept zu entwickeln, zu überprüfen.

Die Sprache im Exposé, und damit auch im Media-Kit, weicht von der Sprache unserer Beiträge ab. Sie ist zuerst informativ und dann leicht lesbar. Sie ist NICHT verschnörkelt, sie ist NICHT gefühlsduselig und NICHT episch. Es geht hier tatsächlich ums Business. Das Media-Kit ist eine Behind-the-Scenes-Situation. Wie die Unterhaltung zwischen Regisseur und Team. Das Blog ist wie der fertige Film, die Theateraufführung für den Leser. Und genau das erwartet der Leser des Media-Kit. Dein potentieller Werbekunde.

Check-Liste Media-Kit:

I. Blogseite/Unterseite für Werbung einrichten
optional einen Link in die Sidebar setzen

II. Kurzer Einführungstext für Werbekunden
Inhalt: Hier finden Sie Informationen über mein Blog. Ich biete xy an. Ich freue mich auf Ihre Anfrage. Kontaktmöglichkeiten anbieten a) Telefonnummer, b) E-Mailadresse c) Kontaktformular oder Link dahin

III. Mediakit als Download (PDF)anbieten oder per Mail anfordern lassen
1. Blog Vorstellung
(Name des Blog, Themen, Inhalte, seit wann wird gebloggt)

2. Blog-Inhalte
(Besonderes wie Mit-Mach-Aktionen, regelmäßige Aktionen, Themen)

3. Zielgruppe
(wer liest Dein Blog)

4. Kurzbio
(Name, Alter, Beruf, Motivation zum Bloggen, Parallelen zu Beruf oder Hobby, optional Portraitphoto, KEINE Party- / Strandbilder)

5. Statistiken
(Sinnvolle Werte aus Google Analytics und Jetpack nutzen:
a) Gesamtzahl Leser insgesamt
b) Anzahl neuer Besuche in Prozent
c) Durchschnittliche Verweildauer (wie lange bleibt der Besucher auf dem Blog)
d) Bounce-Rate (wie schnell verlässt der Leser die Seite wieder, der durchschnittliche Wert liegt bei 68%, ist aber relativ, denn Leser, die alte Beiträge kennen und nur gezielt neue Beiträge lesen, verweilen kürzer, als neue Besucher, die durch das Blog stöbern)
e) Diagramm Entwicklung

6. Werbeangebote
Welche Werbemöglichkeiten bietest du an?
a) Werbebanner (Beispielgrafik)
b) Gesponsorte Artikel
c) Kooperationen mit Unternehmen

7. Preise
a) Was kostet welche Werbeaktion für welchen Zeitraum? (z. B. Werbebanner 35€/Monat)
b) Rabatte (z. B. Werbebanner 90€ pro gebuchtem Quartal)
c) Zahlungsmodalitäten (Vorauszahlung, per Überweisung, per Paypal)

8. Kontaktmöglichkeiten
a) Adressen
b) E-Mail Adresse

9. Screen-Shot der Startseite

10. Beispiel-Artikel
11. Beispielphotos
Übung: 1. Stelle ein Media-Kit für Dein Blog zusammen. 2. Schreibe ein Exposé über dein Blog (max. 2 Manuskript-Seiten)

Viel Erfolg!

Und für die Kapitelübersicht klickst Du HIER

 

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