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Der Literatur-Teleportations-Generator

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22. August 1893

Ich hab’s geschafft. Er funktioniert. Nachdem ich den Buchstabenbeschleuniger nochmal  von den Dampfrohren isoliert habe, die eine Störung des Teilchenmagnetismus bewirkt haben, läuft der LTG (Literatur-Teleportations-Generator). Ich habe das erste Buch aus der Zukunft auf dem Wort-Kommunikator sichtbar gemacht. Es ist eine historische Abhandlung über Kriminalfälle in den Floodlands: Ersticktes Matt. Der Wissenschaftler, der das Buch geschrieben hat, ist eine Frau, Nina C. Hasse, der offensichtlich Unterlagen zu genau den Fällen vorliegen, die gerade unsere Stadt auf den Kopf stellen und für Angst, Chaos und Schrecken sorgen.

In der Zukunft schreibt man Fachbücher ganz anders und es liest sich weitaus spannender als die langatmigen Vorträge von Professor Amadeus Windebank über luzide Teilchentransformation. Wie sie wohl ist? Nina. Schöner und seltsamer Name. Arbeitet sie für das Police Department? Ist sie vielleicht eine Spionin im Auftrag der Königin?

Ich frage mich, ob sie noch mehr Informationen in dem Buch gesammelt hat, die dem Police Department hier weiterhelfen könnten. Der Dampfdruck ist nach wie vor nicht stabil und sorgt für Interferenzen im Buchstabenbeschleuniger, die die Teleportation beeinträchtigen. Manchmal kann ich nur ein paar Zeilen lesen, bevor der Wort-Kommunikator schwarz wird. Es dürfte überdies schwierig werden, den Besitz des Wort-Kommunikators zu erklären. Ich habe ihn bei einer mehr als fragwürdigen Mission unter der Brücke am Ufer gefunden. Für die Beschaffung der Forschungsberichte kann sich Professor Windebank für den Rest seines Lebens bei mir bedanken.

Ich habe lange gebraucht, um den Wort-Kommunikator zum Laufen zu bringen. Das Metall des Gehäuses habe ich so noch nie gesehen. Die Verarbeitung, unglaublich, keine Räder, keine Knöpfe oder Haken, kein Antrieb. Man gleitet mit dem Finger wie über die spiegelnde Wasseroberfläche des East River. Es muß aus der Zukunft sein. Vielleicht hat es ein Zeitreisender verloren? Vielleicht hatte er auch keine Zeit mehr es zu suchen. Oder keine Möglichkeit… aus den Floodlands kommt man als Fremder selten lebend heraus.

Könnte es aber auch sein, dass der Zeitreisende die Wissenschaftlerin selbst ist? War Nina hier – in den Floodlands? Dann würde sie noch leben und wenn es mir gelänge, einen Text in ihre Zeit zu teleportieren…

little edition by Toni Scott LTG2

little edition by Toni Scott


Dies ist mein Gruß an Nina und Beitrag für ihr Gewinnspiel zu ihrem ersten Roman und Steampunk-Krimi „Ersticktes Matt“, den ich Euch wärmstens ans Herz legen möchte!

Liebe Nina, ich hoffe, Du freust Dich und hast Spaß an dieser Mini-Fanfiction von mir. Ich wünsche Dir noch mehr begeisterte Leser und so tolles Feedback wie bisher. Toni

Alles über die Autorin, die Floodlands und die mysteriösen Morde findet Ihr im Floodlands Department

Ninas Blog: Nina C. Hasse – Schreiben ist tanzen mit Worten

 

 

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