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little edition by Toni Scott

Geschützt: Klein, Stark … Tödlich!

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Spökenkieker & Seemansgarn

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Der verlorene Brief

Draußen, vor den Fenstern, fielen leise Schneeflocken auf den Boden. Die weiße Schneedecke schimmerte im Mondlicht und das Feuer im Kamin brannte dafür umso behaglicher. Mein Enkel war zu Besuch und wir hatten gerade zu Abend gegessen. Der kleine Finn hatte seiner Großmutter geholfen das Geschirr abzutragen, während ich das Feuer im Kamin schürte. Nun kam er zu mir.
„Großvater, erzählst Du mir noch eine Geschichte?“
„Gerne. Was für eine Geschichte möchtest Du denn hören?“
„Hm, auf alle Fälle eine, die wirklich passiert ist!“
“ Mal sehen“, sagte ich, während Finn sich auf den kleinen Fußhocker neben meinem Sessel setzte und ich meine Hand auf seinen Kopf legte.
Das Licht der Flammen schimmerte in seinen roten Locken und ich strich ihm liebevoll über den Kopf.
„Nun denn, hör gut zu. Dies ist meine Geschichte. Dabei geht es aber gar nicht mal so sehr um mich. Hauptsächlich kommen nämlich folgende Personen und wichtige Dinge vor: die Kuh Mathilde, ein Birnbaum, ein Weidenzaun, Oma Hörnchen, ein Fischkutter und der alte Störries. Das war, als ich noch ein junger Mann war. Und bei uns in Tating nannte man mich den Friedel. In guter alter Tradition, denn schon mein Vater hatte so geheißen. Und nun war er der alte Friedel und ich der junge Friedel. Damals lebte ich noch auf einem kleinen Hügel in der Nähe des Dorfes, in einem alten Haubarg mit kleinen Fenstern und einem großen Reetdach. Auf der Dorfseite war eine grüne Holztür zum Stall, der auch Teil des Haubargs war und in dem wohnte Mathilde. Mathilde, die Kuh, die ich von meinem Onkel Peter geerbt hatte. Ich weiß noch, dass Onkel Peter, den sie im Dorf den Alten Piet riefen, mir fast die Hand zerquetscht hatte, als er mir Mathilde anvertraut hat.
Weißt Du, die Mathilde ist doch eine besondere Kuh, auf die ich gut Acht geben müsste und er sonst, und darauf könnte ich einen kräftigen Furz bei Südwind verwetten, aus dem Grab steigen werde, um mir persönlich die Meinung zu sagen. Das hat der alte Piet zu mir gesagt. Also nur für den Fall, dass Klagen von Mathildes Seite kämen. Und dann saß ich, wie jeden Abend, auf der Bank vor dem Küchenfenster, steckte mir eine Pfeife an, blies Ringe in den Abendhimmel und hörte den Schafen hinter dem Deich zu. Und Mathilde graste geduldig auf der angrenzenden Weide und schien den Umzug in Kauf zu nehmen. Um Mathilde gerecht zu werden, muss ich anfügen, dass Mathilde zu ihren Jugendzeiten eine preisgekrönte Zuchtkuh war. Schwarzbunt mit großen, dunklen Augen. Aber dann, als gesetzte Dame, begnügte sie sich damit, huldvoll den Kopf zu heben, mit ihrer dunklen Stimme samtig „Muuhhh“ zu hauchen und wieder nach besonders saftigen Grasbüscheln Ausschau zu halten. Ja, und am Ende lag der alte Piet in seinem Sonntagsanzug und gekämmt in einem Eichensarg auf dem Friedhof am anderen Ende des Dorfes, gleich hinter der Kirche. Der Pfarrer hatte erst in der Stube gesessen, das Vaterunser gesprochen, sorgenvoll in die Ferne geblickt und dann mit gestrengem Blick auf mich über Mathildes Zukunft sinniert. Schließlich hob er seine Stimme an und sagte, ich müsse mir der Ehre und Verantwortung gegenüber Mathilde klar sein und den Weidenzaun immer in Schuss halten und jeden Tag kontrollieren, damit Mathilde nicht das gleiche Schicksal widerfährt, wie einst Klara. Ich wandte zaghaft ein, dass das unselige Ende von Klara nun schon einige Jahre her wäre und ich inzwischen sehr gut in der Lage wäre, Verantwortung zu übernehmen und Mathilde passen könnte und der liebe Herrgott mir wohl inzwischen vergeben hätte, da ich seit 25 Jahren jeden Sonntag Klara in meine Gebete mit eingeschlossen hätte.“
„Und wer war Klara? Und was ist mit ihr passiert?“
„Ja, das war nämlich so, mein Junge. Damals, ich war gerade 7 Jahre geworden, hatten wir eine Gans, nämlich die Klara, und ich hatte es zur Aufgabe, sie zu füttern. An jenem unglückseligen Tag hatte ich den Gänsestall nicht richtig verschlossen. Genau genommen hatte ich ihn wohl gar nicht verschlossen, sondern war zum alten Störries hinterm Deich gelaufen, um ihm beim Segelflicken zuzuschauen und Geschichten vom großen Meer, den Seeungeheuern und von fernen Ländern mit exotischen Namen zu hören. Und unsere Gans Klara war daraufhin seelenruhig hinaus spaziert, um auf ihre Weise die Welt zu erkunden. Ein paar Dorfbewohner hatten sie gesehen, wie sie aufgeregt schnatternd den Hügel hinunter lief, über den kleinen Marktplatz, an Oma Hörnchens Bäckerei vorbei, dem Dorflehrer vor das Fahrrad lief, der daraufhin in den Rosenbusch der Frau des Polizisten fiel, worüber sie sich so aufgeregt hat, dass ihr Mann wohl oder übel einen Strafzettel ausstellen musste und hinterher im Dorfkrug nach zwei Bieren meinte, er wüsste nicht, was spitzer wäre, die Zunge seiner Frau oder die Dornen vom Rosenbusch. In der Zwischenzeit war Klara über den Friedhof gewatschelt und weiter über die Dorfgrenzen hinaus, die große Straße zwischen den Feldern bis ins Nachbardorf. Dort war sie dem Küchenchef des Gasthauses „Zur alten Post“ in die Hände gefallen und der dicke Gastwirt stellte kurze Zeit später ein großes Schild an die Straße, auf dem „Heute zu empfehlen: Frische Gänseleber“ stand.

Davon bekam ich beim alten Störries natürlich nichts mit, dafür später aber den Hosenboden mächtig voll. Der Lehrer ließ mich zur Strafe nachsitzen, und der Bürgermeister gab öffentlich bekannt, seine Amtssitzungen nie mehr in der „Alten Post“ abzuhalten, da man jemandem schließlich nicht trauen könnte, der einfach ihm unbekannte Gänse in den Kochpott steckte und am Sonntag predigte der Pfarrer über Schuld und Sühne. Aber das war schon eine gute Weile her und es ist wohl ungleich schwieriger, eine Kuh wie Mathilde erstens entlaufen zu lassen und dann auch noch in einen Kochpott zu stecken. Das ging mir nämlich durch den Kopf, als der Pfarrer am Fenster der Stube stand und auf die Männer aus dem Dorf wartete.
Schließlich wurde der Sarg mit dem Alten Piet feierlich die Straße runter und zur Kirche getragen und dort ehrenhaft begraben. Der Pfarrer sprach ein zweites Vaterunser und während das Grab zugeschaufelt wurde, murmelte der Lehrer, wer denn nun der dritte Mann beim Skat sein würde. Und der Polizist kratzte sich den Bart, denn er machte sich ein wenig Sorgen, dass seine Frau ihn nun gar nicht mehr in den Dorfkrug lassen würde. Denn dorthin konnte er nur gehen, wenn er auf Verbrecherjagd war oder ein anderes Vergehen aufzuklären hatte. Das kam allerdings sehr selten in unserem Dorf vor, so dass er sich manchmal Diebstähle oder andere Verfehlungen ausdenken musste. So ganz ohne war das aber auch nicht, den seit dem legendären Brand der Scheune vom Jörnsen-Hof wurde heimlich der Feuerwehrhauptmann verdächtigt, ein Brandstifter zu sein, weil er so schnell zur Stelle war und vorher sogar noch Zeit gefunden hatte, den Leiter des Kirchenchors zu verständigen, dass er sich verspäten würde. Der Pfarrer hatte wie immer ein strenges Auge auf seine Schäfchen und wähnte sich als mahnender Zeigefinger Gottes, weil es zu keinen weiteren Zwischenfällen mehr kam.

Tatsächlich aber hatten der Jörnsen, der Polizist und der Feuerwehrhauptmann ein Komplott geschmiedet und einen Strohballen angezündet, der dann zwar durch eine heftige Windbö über den Hof geweht wurde, und der olle Jörnsen ganz erschrocken zur Seite springen musste und unglücklicherweise auch noch in einen Misthaufen fiel, aber ansonsten ganz ordentlich vom Feuerwehrhauptmann gelöscht wurde. Der Polizist hielt sich einige Tage mit dem Suchen von Beweisen und Tatverdächtigen auf, musste dann aber zugeben, dass sich alle Spuren wahrhaftig im Mist verlaufen hätten. Der olle Jörnsen stank noch eine Weile nach Kuhfladen und wetterte, er würde nie wieder Strohballen für einen guten Zweck verbrennen, aber am Schluss saßen sie dann doch einhellig im Dorfkrug bei ein paar Bierchen zusammen, während die Frau des Polizisten zuhause an einer Decke stickte und ihm hinterher Vorwürfe machte, er hätte schließlich eine Vorbildfunktion im Dorf und was er denn für ein Vorbild wäre, wenn er sich nur im Dorfkrug herumtreiben und nach Bier stinken würde.

Ja, und an so einem schönen, sonnigen Tag saß ich hinterm Haus und dachte nach. Eigentlich war ich ja Krabbenfischer und deswegen wusste ich auch nicht viel über Kühe, schon gar nicht über Zuchtkühe und ich war mir nicht sicher, ob ich Mathilde gegenüber den richtigen Ton anschlagen würde. Aber noch verlief alles friedlich, genau so friedlich, wie mein Leben bis dahin eben so verlaufen war. Hübsch ruhig und gemütlich dahin plätschernd, wie die Wellen unter meinem Kutter. Denn mit einem richtigen Kutter bin ich auf Krabbenfang gefahren. Jeden Tag. Bei jedem Wetter. Nur sonntags natürlich nicht, denn ich mochte mir nicht ausmalen, was der Pfarrer sagen würde, wenn ich die Krabben dem lieben Gott vorziehen würde und dann war da ja noch Klara. Nein, das ging nun wirklich nicht. Solchen Verantwortungen musste man sich einfach stellen, da half nichts, nicht einmal der alte Störries. Denn wie Du Dir denken kannst, haben mich seine Erzählungen so begeistert, dass ich immer davon geträumt hatte, ein großer Seemann zu werden. Genau so, wie der alte Störries, mit einer Tätowierung auf dem Arm und einer Braut in jedem Hafen. Später musste ich dann feststellen, dass Seemann werden eine ganz ehrenhafte Sache ist. Da aber alle Kontinente schon entdeckt waren, und die schönen Frolleins auch nicht mehr so lange auf ihren Matrosen warten wollten, wurde ich Krabbenfischer. In einem richtigen Krabbenkutter, der Biike II. Und wenn mein Netz gerissen war oder aufgescheuert, dann ging ich wieder hinter den Deich zum Alten Störries, stopfte meine Pfeife mit Tabak, während er seinen Kautabak durch ein Zahnloch spuckte und hörte seinen Erzählungen zu. Und dann machten wir uns an unsere Tampen. Dann konntest Du die Möwen kreischen hören und manchmal auch die Papageien, von denen der alte Störries erzählte und von den Palmen und Lagunen und den schönen Kurven, die der Wind in die Segel blies und wie das Wasser unter dem Kiel rauscht. Wie der alte Störries wirklich hieß, wusste eigentlich niemand. Auch nicht, woher er gekommen war oder wie alt er war. Er war einfach schon immer da gewesen. Abgeschieden hinter dem Deich wohnte er in einer kleinen Fischerkate und ging nur selten ins Dorf. Nicht mal sonntags und der Pfarrer war darüber sehr unglücklich. Er war so unglücklich, dass er sogar über den Deich marschiert ist und an die grüne Holztür vom alten Störries geklopft hat. Er hat mit dem alten Störries gesprochen und gemeint, dem Herrn würde es gefallen, wenn auch der Störries in die Kirche gehen würde. Aber der hat in seinen Bart gebrummt, dass er so viele Sünden begangen habe, dass das Weihwasser davon trübe würde und er das schon mit Gott klargestellt hätte. Der Pfarrer war darüber noch unglücklicher und lies seitdem immer einen Platz in der Kirche frei. Gleich vorne in der ersten Reihe, damit alle den leeren Platz sehen, wenn sie zur Kanzel hoch auf den Pfarrer blicken. Zu Beginn seiner Predigten guckte der Pfarrer ganz bekümmert und sprach von verlorenen Schafen und dass Gott alle seine Kinder liebt und dass wir alle Vergebung finden. Die Frau vom Polizisten schnäuzte sich dann immer ganz ergriffen in ihr Taschentuch und der olle Hinnerk murmelte, dass er noch nie ein Schaf aus seiner Herde auf dem Deich verloren hätte und dann sangen wir alle ganz inbrünstig Wie der Herr befohlen hat und sprachen das Vaterunser und ich dankte dem Herrn, dass er Klara zwar früh zu sich geholt, dafür aber auch für ihre irdische Unsterblichkeit gesorgt hat.
So, mein Junge, und jetzt geht das Abenteuer langsam los, in das ich geschliddert bin. Und Mathilde kommt auch noch ganz groß raus, aber immer der Reihe nach. Es war früh morgens, der Hahn vom Jörnsen-Hof hatte noch nicht gekräht, wobei das immer eine langwierige Angelegenheit war, weil der Hahn schon so alt war und immer drei Anläufe brauchte, bis er sich warm gekräht hatte und die Frau vom Polizisten hinter vorgehaltener Hand behauptet, weil der olle Jörnsen immer nur Pfennige in die Kollekte gegeben hätte, wäre der Hahn deswegen auch schon ganz kleinlaut. Ich war im Stall und habe nach Mathilde geschaut, die gemütlich auf dem Stroh lag und habe mich dann auf den Weg zum Hafen gemacht. So früh morgens gab es immer viel zu tun und ich musste das Schiff aufklaren und Leinen los und die erste frische Brise wehte mir um die Nase und das gefiel mir nach all den Jahren immer noch am besten. Nur das Murmeln in den Prielen, wenn die Flut kommt, das Rauschen der Wellen in der Fahrrinne aus dem Hafen raus und die Sonne, die langsam aufgeht, wenn ich schon wieder auf dem Weg nach Hause bin.“
„Na, spinnst Du mal wieder Seemannsgarn?“
„Großmutter, die Geschichte ist wirklich passiert und Du darfst den Großvater nicht unterbrechen, jetzt beginnt doch das Abenteuer“
„Nun, junger Mann, ich glaube auf das Abenteuer musst Du bis morgen warten“.
Sie schob Finn mit sanfter Gewalt aus der Bibliothek.
„Gute Nacht, mein Junge.“
„Aber Du erzählst morgen bestimmt weiter, Großvater?“
„Natürlich. Jetzt schlaf gut.“
„Gute Nacht!“
Ich nahm einen ordentlichen Schluck Tee, den mir meine liebe Frau gebracht hatte, stopfte meine Pfeife und sah gedankenverloren in die lodernden Flammen. Ja, das war damals ein besonderer Tag gewesen und das Abenteuer ging wirklich los. Denn es war auch wirklich meine Geschichte gewesen. Vielleicht ist sie nicht ganz so passiert und ich habe das eine oder andere hinzugefügt und während ich so darüber nachdachte, fragte ich mich, ob sie überhaupt geschehen war. Ich zog an meiner Pfeife und mein Blick wanderte über die Reihen der Regale, in denen mehr als eine Lebenszeit Bücher aufbewahrt waren. Ich stand auf und ging zur Bücherleiter. Während ich sie vorsichtig ausklinkte, blieb mein Blick an der Glasvitrine hängen. Abgewetzte Bücherrücken lederner Folianten neben samtig schimmerndem Leinen. Ich hakte die beiden metallenen Enden wieder in die Reling und stieg zwei Stufen hoch. Ich musste zuerst zwei dicke, schwere Bände aus dem Regal nehmen und vorsichtig ablegen, bis ich in die schwarze Lücke der nun fehlenden Bücher greifen konnte und eine alte Holzschatulle hervorholte. Die Holzkiste war ganz leicht in meiner Hand, als ich mich wieder in den großen Ohrensessel fallen ließ. Sie war sorgfältig gearbeitet, so dass die Jahre ihr nichts hatten anhaben konnten. In den Deckel waren Intarsien eingearbeitet und zierliche goldene Scharniere hielten ihn an seinem Platz. Vorsichtig drehte ich den dazu passenden goldenen Schlüssel herum und lautlos klappte der Deckel auf.

18. Februar 1782, Druimarbin

Meine süße Elisabeth,
nur eine kurze Nachricht, die Deine Sorgen mildern soll. Ich habe bereits schottischen Boden betreten und werde umgehend alles in die Wege leiten, damit Deiner Ankunft nichts mehr im Wege steht. Ich weiß, die Zeit drängt und ebenso meine Sehnsucht nach Dir und unserem noch ungeborenen Kind. Erwarte mich mit der einlaufenden Flut in zwei Monden .

In zärtlicher Liebe für Dich, Ian

Fast ehrfürchtig hielt ich das vergilbte Pergament in meiner Hand, die nun langsam in meinen Schoß sank und während mir die Worte so vertraut entgegenblickten, reiste ich in Gedanken wieder in das kleine Dorf zurück. Die Masten erzeugen wieder das vertraute Klingen und die Wellen brechen sich leise an der Hafenmauer.

Und morgen werde ich meinem Enkel die Geschichte weitererzählen. Von einem großer Piratenkapitän, in den sich die Bürgermeistertochter verliebt hatte. Und wie der Versuch, gemeinsam durchzubrennen, eine tragische Wendung nahm und das Schiff mit dem schönen Piraten niemals den Hafen erreichte. Wie die junge Frau verzweifelt auf die Rückkehr ihres Geliebten gewartet hat und ganz allein ein kleines Mädchen gebar, das man dann in eine Kaufmannsfamilie gab. Und unser Piratenkönig, der in Wahrheit Oberhaupt eines schottischen Clans war, erreichte schließlich das kleine Dorf an der Nordsee, aber es war schon zu spät und die junge Frau gestorben. Und vielleicht ist der Pirat auch noch ein bisschen geblieben und vielleicht hat er ja aus den Gerüchten und dem Gerede herausgehört, dass er eine Tochter hat. Und vielleicht hat er sie den Rest seines Lebens gesucht oder es war für ihn zu gefährlich, sich zu erkennen zu geben und vielleicht ist aus dem schönen, mutigen Pirat ein verbitterter, einsamer, alter Mann geworden, der in einer Kate am Meer gewohnt hat. Ja – so könnte es gewesen sein, dachte ich bei mir und legte den Brief vorsichtig wieder zurück in die Schatulle.

 


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little edition by Toni Scott

Eve – Das Tattoo

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Zufälle sind die Momente, in denen sich das Leben selbst in die Hand nimmt.

Entstanden ist die Geschichte bereits 2006 als Beitrag zu einer Anthologie, die dann doch nicht zustande kam. Sonst wäre Eve schon lange Teil eines Buches. Vielleicht sollte das so sein und sie steht hier für sich auch ganz gut. Und ich verstand, daß Eve weitergehen muß.  Und falls Euch die Geschichte gefallen hat, freue ich mich über Feedback. Natürlich auch, wenn Ihr etwas findet, wo es noch klemmt. Schreibt mir!

little edition by Toni Scot

 

Evelyns Leben besteht aus Zahlen und Langeweile. Aus einer Laune heraus lässt sie sich tätowieren. Doch es ist Vollmond und das Tattoo entwickelt ein merkwürdiges Eigenleben. Was Evelyn nun erlebt, bringt ihr gesamtes Weltbild durcheinander.

(Länge: 5042 Wörter, PDF 20 Seiten)

Download EVE | Das Tattoo (pdf) Download EVE | Das Tattoo (ePub)

 

Die Kurzgeschichte jetzt gleich lesen:

 

 

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