Tag Archives: Blogparade

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Strandimpression little edition by Toni Scott

Buchpassion – Lieblingsautoren

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Auch dieses Jahr startet Janine auf ihrem Blog Kapri-ziös wieder die Aktion #Buchpassion. Vom 25. September 2017 bis 01. Oktober 2017 gibt es verschiedene Möglichkeiten sich zum Thema ‚Lieblingsautoren‘ mit Literatur, Büchern und buchigem Drumherum auseinanderzusetzen, unter anderem eine Twitterparty am 28. und eine Insta-Challenge vom 25. bis 29. Dabei ist die Vorgabe nur eine Richtung und Janine wünscht sich ausdrücklich eine freie und kreative Interpretation.

Ich habe letztes Jahr mit viel Spaß mitgemacht und  mich von Marguerite Duras inspirieren lassen (Liest Du HIER). So gesehen war es für mich bereits ein wenig zum Thema Lieblingsautoren. Ich möchte auch dieses Jahr wieder das eigene Schreiben mit einem literarischen Vorbild verschmelzen lassen. Mein Beitrag startete von Hand geschrieben am Strand von St. Peter-Ording unter dem Eindruck des Buches, welches ich mitgenommen hatte und nach einem 10km Marsch durch die Nordseewellen, die an den Strand rollten, meine Füße umspülten und deren Gischt an meinen Beinen hochsprühte.

Dünen
Strand
Dünen 2

 

Das Einzige, was Dir den Tag verderben konnte, waren Menschen, und wenn Du Verabredungen aus dem Weg gehen konntest, waren die Tage grenzenlos.
Ernest Hemingway

 

Ich war zum Schreiben gekommen und jetzt sind meine Beine sandig und ich kann das Notizheft nicht ablegen. Ich kann auch nicht schreiben, denn der Wind hat meine Finger kalt und steif gepustet. Ich sitze im Sand, der kühl und leicht feucht ist, in Erwartung der kommenden Flut. Das Rauschen der Wellen geht im Wind unter, vermischt sich zu einem Strom von Wasser und Wind, der überall ist, ohne Grenze, ohne Anfang, ohne Ende … ohne Bestimmung.

Also lese ich. Meine klammen Finger halten das Buch und der salzige Wind frisst sich in die Buchseiten. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Herr, wohlgemerkt ein Gentleman, am Strand entlang spaziert. Er würde einen hellen Leinenanzug tragen und einen Hut und vielleicht würde der Gentleman sogar Phantasie und Wagemut zu seinen Charaktereigenschaften zählen, was er natürlich gut verstecken könnte, und wegen der Phantasie würde er seine Budapester ausziehen und mit nackten Füßen durch den Sand gehen.
Er würde grüßen, denn sowas tut ein Gentleman und sich höflich nach meiner Lektüre erkundigen. Ich könnte antworten:« Hemingway. Ich lese Hemingway.« Und damit wäre alles gesagt. Dann könnte ich gedankenverloren auf das Meer schauen und mich fragen, ob ich ein guter Schreiber bin. Ob ich Hemingway als Vorbild nacheifern sollte, ob das überhaupt möglich ist oder von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Der Gentleman würde seinen Hut ziehen und mir noch einen schönen Tag wünschen und seinen Spaziergang fortsetzen und ich wäre wieder allein. Mit mir und dem Schreiben und dem Buch und Hemingway.

Es ist nur ein Gedanke. Alles ist Gedanke.

Ich sitze am Strand und ich will gar nicht, dass dieser Moment, dieses Sein im salzigen Strom aufhört. Mir ist absolut klar, dass ich später aufbrechen muss, zurück gehen, bevor mich die Flut verschluckt, bevor der Tag der Dunkelheit weicht. In diesem Moment ist das Sein aufgelöst und Teil des Meeres … der Luft. In diesem Moment bin ich und bin nicht. Es gibt keine Grenze zwischen den Gedanken und dem Schreiben, so wie es keine Grenze zwischen den Wassertropfen im Meer gibt und keine Grenze zwischen dem Meer und dem Horizont. Ich bin grenzenlos, im Sein … im Schreiben.

Ich weiß, dass ich zurück muss und das macht mich traurig. Die Traurigkeit zerstört das Sein und den Moment und das Eins. Und so weiß ich nicht, ob ich jetzt schon gehen soll, damit ich beim Gehen die Traurigkeit überwinde oder ob ich verweile. In diesem Augenblick bin ich traurig, weil der Abschied vom Strand naht und das hat das Glück über den Tag am Strand genommen. Warum also das Unglück noch länger hinauszögern und sich dem Unvermeidlichen fügen?

Ich könnte zurückgehen und einen Kaffee trinken. Das wäre ein neues Glück und da es auch ein alltägliches Glück ist, wäre ich nicht so traurig, wenn auch dieses Glück wieder endet. Alles Glück endet und verrinnt wie das Meer in den Furchen, die sich mit den Wellen in den Sand graben. Das Glück endet in dem kurzen Moment, im Innehalten und der Erkenntnis dessen Endlichkeit. Es ist wie ein kurzer Tod im größten Empfinden der Freude.

Man darf sich von der Traurigkeit aber auch nicht überrumpeln lassen, denn sonst dürfte man erst gar nicht an den Strand gehen und würde sich von vornherein des größten Glücks berauben. Man muss den Schmerz einkalkulieren und den richtigen Moment zum Abschied finden, bevor die Traurigkeit zu groß wird und das Glück verschlingt wie die Wellen den Sand mit den aufkommenen Gezeiten und man leblos und starr vor Traurigkeit liegen bleibt, unfähig, durch den Schmerz einem neuen Glück entgegenzugehen.

So ist das. Im Leben und am Strand.

 


Hemingway, Ernest: Paris, Ein Fest fürs Leben. 10. Auflg. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Reinbeck bei Hamburg 2016. S. 41.

 


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Blogparade Schreibzimmer – wo schreib ich?

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In diesem Beitrag geht es mal nicht um die Frage „Wie schreib ich’s?“, sondern wo. Das Schreibzimmer ist Thema der Blogparade von Ricarda von schreibsuechtig.de, die vom 16. Juni bis 31. Juli läuft.

Wie alles begann

Als Studentin spielte sich mein Leben und Schreiben auf 24 Quadratmetern ab. Das war meine Winzwohnung, die zugleich Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer war. Ein Kokon, aus dem ich nicht raus musste. Das gefällt mir. Eine Schreibblase.

Meine ersten offiziellen Texte habe ich in einem kleinen Büro geschrieben, die Tür stand auf und im Hintergrund wuselten Kollegen herum, kamen rein, kramten in Regalen und Ordnern, klingelte das Telefon. Das hat mich nicht weiter gestört. Ich habe auf den Bildschirm gestarrt, war ganz bei mir und meinem Text. Ein Schreibzimmer ist trotzdem etwas anderes.

Später habe ich in einer Agentur gearbeitet, die die Philosophie vertrat, wahre Kreativität käme nur durch Ausblenden aller, also wirklich aller Ablenkungen. Ein weißes Zimmer mit klinischen Möbeln, reduziert auf Tisch und Stuhl. So generell ist der Ansatz gut, denn zu viel Ablenkung lenkt wirklich ab. Das war dann ein Schreibzimmer oder Kreativzimmer. Aber zwischen den Extremen gibt es auch noch Leben.

Im Homeoffice

Das erste eigene Schreibzimmer war ein gemütliches Büro, gemütlich im Sinne von: angenehme Atmosphäre, aufgeräumt, übersichtlich. Ich konnte dort gut arbeiten. Generell kann ich meine Umgebung gut ausblenden. Deswegen schrieb ich Eve auch am Eßtisch mit der Familie, von wegen der Gesellschaft. So ganz im Schreibzimmer isoliert ist auf Dauer auch nicht gut.

Dann haben wir Zimmer getauscht und ich hatte kein Schreibzimmer mehr. Das hat mich jetzt auch nicht wirklich gestört. Ich habe in meiner Lieblingsecke auf dem Sofa geschrieben. Vor zwei Jahren haben wir wieder Zimmer umfunktioniert und ich konnte ein kleines Zimmer mit Dachschräge und Blick auf die Flensburger Förde zum Schreibzimmer umrenovieren. Ein kleiner Rückzugsort von dem ich erwarte, dass er tadellos aufgeräumt ist. Krempel und Kram kann ich weniger gut ausblenden.

Was ich nicht erwartet habe, dass es mir so gut gefällt. Dieser Raum bietet eine Option und Ruhe. Ich kann die Tür im wahrsten Sinne des Wortes hinter mir zumachen. Der entscheidende Punkt ist, ich habe die Wahl. Der große Eßtisch, die gemütliche Sofaecke oder totaler Rückzug. Und das empfinde ich als Luxus.

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Schreiben in Cafés

Natürlich habe ich Natalie Goldberg gelesen und wieder einmal muss ich meiner Seelenschwester Caroline für diese Inspiration danken, denn sie hat mir das Buch geschenkt. Ich habe es versucht, aber der Gedanke, von anderen, fremden Menschen beim Schreiben beobachtet zu werden, macht mich nervös. Der Lärm, die Bewegung, das alles macht mich rappelig und ich kann mich nicht konzentrieren. Ich bin lieber allein. Der Kokon …

Schreibzimmer Philosophie

Das Schreiben findet im Kopf statt. Und während ich über diesen Beitrag nachdenke, sitze ich im Garten und schaue auf weiße Hortensien. Es ist abend, die Sonne ist untergegangen, es ist warm und eine leichte Brise weht von der Förde herüber. Ich mag meinen Garten. Außer ein paar Vögeln ist nichts zu hören. Es ist so leise. Na gut, die Amsel ist ein renitent lauter Vogel. Zumindest die, die bei uns leben. Mein Blick stromert von den Hortensien zu den Hainbuchen, ich nehme den Duft der Kletterhortensien wahr, die Rosen, die gezackten Blätter der Fetthenne, das leise Plätschern des Quellsteins. Der Garten ist wie ein eigenes, grünes Zimmer und ich denke, dass man nicht nur und unbedingt Schreibzimmer braucht oder über sie nachdenken kann, sondern über Denkräume.

Mein Garten ist ein Denkraum.

Er ist ruhig und still, unbewegt. Es ist kein lauter Garten, im Gegenteil. (Über das leise Grün schrieb ich hier). Ich empfinde ihn als ablenkungsfrei. Er ist meditativ und bietet mir die Möglichkeit, meine Gedanken zu sortieren, in den Hirnwindungen zu spazieren und neue Ideen zu entwickeln. Ich sitze auf dem Gartensofa unter einem Sonnenschirm und empfinde Glück und meinen Garten als poetisch, als schöpferischen Quell. Das Ich verschmilzt mit dem Grün, der Garten und ich sind eins. Der Denkraum ist überall, in mir, um mich herum, ich bin weit und still und voller Möglichkeiten.

Mit dem Schreibzimmer ist das nicht ganz so. Mein Blick geht in die Ferne, die Förde, die in diesen Minuten in einem gewittrigen Grau verschwindet. Auch die Küste Dänemarks mit dem Wald und der Straße, die sich am Ufer nach Krusau entlang schlängelt, liegt verborgen hinter Nebel und Regen. Die Tropfen fallen pochend auf das Dachfenster. Ich brauche Weite, die Möglichkeit, den Blick wandern zu lassen, damit ich gleichzeitig den Raum in meinen Gedanken betreten kann.

Bei Schreibzimmer und Denkräumen war ich schon einmal. Eigentlich hieß die Aufgabe ‚Warum ich lese‚, aber irgendwie wollte es mehr ein ‚Warum ich schreibe‘ sein. Die Gedanken sind also nicht neu, aber durch die Frage nach dem Schreibzimmer, nach dem Wirken der Frage ‚Warum ich lese‘ verdichtet sich das Wissen darum, was mir wichtig ist, wie ich dazu stehe, wo ich mit dem Schreiben und den Gedanken hin will. Ich muss mir meine Position erarbeiten, den Gedanken schärfen, die Wahrnehmung durch unterschiedliche Perspektiven prüfen.

Denkraum versus Schreibraum

Ohne den Denkraum kann ich nicht schreiben. Der Schreibraum als realer Ort, das Schreibzimmer, ist für mich nicht ganz so entscheidend. Denkräume führen zu inneren Schreibräumen und ohne die gäbe es nicht einen einzigen Gedanken, der auf dem Papier gelandet wäre.

 

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Blogparade Buchmagie – mehr Magie geht nicht

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Was wäre die Welt ohne Magie? Was wäre meine Welt ohne Magie? Umso mehr freue ich mich, auf den letzten Drücker die magische Blogparade/Challenge # buchmagie von @blues1ren entdeckt zu haben, um etwas Magie wirken zu lassen.

Magie war immer da und das erklärte Ziel meiner Seelenschwester und mir seit der Schulzeit, die Magie in unserem Leben zu behalten. Das konnte schon ein einziger Sonnenstrahl sein, der Garten und die Vorstellung, dass es Fairies gibt. Genau die entzückenden Wesen, die Cicely Mary Barker in ihren Büchern gezeichnet hat. Und freche Kobolde, die über Nacht Unkraut wachsen und kleine Setzlinge eingehen lassen.

Aber nicht nur Gartenmagie, auch die eng verwandte Kräutermagie haben wir ausprobiert. Die Geister die ich rief … so ein magischer Basilikumszauber kann auch nach hinten losgehen und man sich auf einmal vor Verehrern nicht mehr retten. Ich weiß, wovon ich rede! Magie ist überall, wenn man bereit ist, sie zuzulassen. Magie kann eine ernste Angelegenheit sein und leicht und übermütig. Aber grau und trüb wäre das Leben ohne jede Spur von Magie, wie auch immer man Magie für sich definiert.

 

Hier ist nun meine Buchmagie:

 

1. Was ist dein Hogwarts-Haus? Alternativ: Würdest du eine Zauberschule besuchen oder lieber selbst lernen Magie anzuwenden und warum?

Bei Hogwarts wäre ich in Ravenclaw. Ich habe im Jahr 2000 mit Harry Potter angefangen und hatte ein dunkelrot gestrichenes Lesezimmer mit einer Chaiselonge mit einem Brokatstoff. Der ideale Ort.

2. Wer ist deine liebste Hexe/Magierin aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns eine Magierin aus deinem Buch vor!)

Ich habe bisher über keine Hexen/Magierinnen geschrieben. Was mich in der juvenilen Findungsphase überwältigt hat, war ‚Die Nebel von Avalon‘. Die Herrin vom See, Morgaine … das ist bis heute für mich eine ganz besondere Geschichte.

3. Deine 3 liebsten magischen Bücher? (pro Reihe nur ein Buch 😉 )

M. Zimmer Bradley, Die Nebel von Avalon
Frater V.D., Schule der Hohen Magie
Felix Wolf, Der Magie des Lebens folgen

4. Was ist dein liebstes Fabelwesen?

Der Drache. Der war es bei schon immer. Der erste Drache, der mir als Kind begegnet ist, war Smaug aus dem Hobbit. Danach kam Grisu – oder war es ander herum? Egal. Ich mag Drachen. Sie können klug und weise sein, tollpatschig, gefährlich, Freund und Feind, groß und klein. Deswegen war es auch ein Drache, der in meiner Kurzgeschichte ‚Eve‚ eine magische Rolle spielt.

5. Zaubersprüche, Zauberstab oder eine innere Kraft? – Was für eine Magieform findest du am besten?

little edition by Toni Scott, ZauberstabOh-ha, das ist schwer. Zaubersprüche verbinde ich mit Ritualen, mit großer Dramatik und manchmal auch Theatralik. In der Verfilmung der Bücher von Lev Grossman , ‚The Magicians‘ wurden Zauberspüche mit einer wunderbaren Choreografie verbunden, die diese erst aktivierten. Die Gestik hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte auch!
Ich habe einen Zauberstab von einer jungen Dame gebastelt bekommen. Eine andere Art von Magie … und ich glaube, die innere Kraft gefällt mir gut. Reduziert, auf den Punkt und ohne Chi-Chi. Und für den großen Auftritt könnte man sie ja dann doch noch mit großer Attitüde untermalen:)

6. Dein liebster Zauberer/Magier aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns einen Magier aus deinem Buch vor!)

Na, kann es da einen anderen geben, als der Merlin aus der Disneyverfilmung ‚Die Hexe und der Zauberer‘? Er ist ein bisschen schusselig und vergesslich und vielleicht mit Mim auch nicht ganz auf Zack, aber am Ende wuppt er’s:)

7. Welche Magiedisziplin würdest du gerne beherrschen und was würdest du damit anstellen? (z.B. Alchemie, Hellsehen, Dinge schweben lassen, Telepathie, Kräuterkunde, Fliegen, Elemente beherrschen?)

Decisions, decisions! Fliegen wäre schön, das wollte ich schon als Kind gerne. Telepathie ist auch sehr praktisch. Die Elemente beherrschen, damit ließe sich schön Schabernack treiben. Keine Ahnung, wofür ich mich entscheiden würde, wenn es wirklich möglich wäre.

8. Welche Bücher mit Magie/Zaubern würdest du gerne noch lesen/befinden sich auf deinem SuB?

Der übersichtliche SUB ist ohne Magier, aber im Herbst kommt eine neue Geschichte mit Bölthorn von Lars Simon (Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen), darauf freue ich mich schon. Ach, nee, den Raymond Briggs habe ich noch nicht gelesen, auch magisch!

9. Welche Rune würdest du auswählen?

Ich habe 2001 ein Mandala geschenkt bekommen mit einem Runenrat, der aus fünf Runen besteht:

Thurisaz: Thor, Ort des Nichttuns
Kena/Kano: Feuer, Licht, Fackel
Laguz: Fließen, Wasser, das Treibende
Wunjo: Freude, Licht
Perth: Initiation, etwas Verborgenes, eine geheime Sache

Am besten gefallen mir Thurisaz und Perth, ein Thor und eine Initiation, sehr magisch und geheimnisvoll! Bei Perth muss ich auch sofort an meinen Beitrag zu ‚Inspiration‘ denken, denn ort gab es auch einen magischen und sehr geheimnisvollen und vor allem unheimlichen Moment.

10. Dein liebste/r BÖSE/R Zauberer/Hexe aus einem Buch?

Oma Wetterwachs, aber die ist ja gar nicht wirklich böse. Grandios die Eröffnungsszene aus Terry Pratchetts Macbest … »When shall we three …«

11. Was wäre dein Vertrauter bzw. dein Begleitwesen und warum? (z.B. Rabe, schwarze Katze, Kröte)

Öh, ich möchte gar kein Begleitwesen. Ich glaube, dann würde ich lieber mit Bäumen und Pflanzen reden können.

12. Welches Kinderbuch hat deine Vorliebe für magische Dinge beflügelt?

Das ist einfach. Anne mit einem »E«. Denn Anne hat Magie überall gefunden. Lucy Maud Montgomery, Anne of Green Gables.

13. Welche Tarotkarte würdest du wählen?

Ich hatte mal Tarotkarten und die einzige Karte, die ich behalten habe, ist ‚Die Hohepriesterin‘.

14. Welche Cover sind einfach nur zauberhaft?

little edition by Toni Scott, Buchcover Der Magie des Lebens folgen, BuchmagieUm bei den bisher erwähnten Büchern zu bleiben: Felix Wolf, Der Magie des Lebens folgen, J. Kamphausen Mediengruppe GmbH und Cicely Mary Barker, A Treasury of Flower Fairies, Frederick Warne (die sich leider jegliche Darstellung verbitten)

 

15. Wen wünscht du dir als deine/n Zauberlehrer*in?

Keine spezieller Charakter, der mit Magie und Zauberei verbunden ist. Mein Herz schlägt für Sean Connery, der für mich der Inbegriff des väterlichen Freundes, Tutors, Meisters und Lehrer ist. Der dürfte mir dann auch Magie beibringen.

16. Wenn du dich in eine Buchwelt zaubern könntest, welche würdest du besuchen wollen?

Mit diesen Buchwelten ist das so eine Sache, das konnte man in „Lost in Austen“ hautnah miterleben (grandiose Miniserie). Auch aus Büchern heraus und hinein hat so seine Tücken; Tintenherz, Cornelia Funke … relativ ungefährlich erscheint mir da Charlie Lovetts ‚The Lost Book Of The Grail‘ und einen Besuch wert ist in jedem Fall ‚Die Hüterin der Gewürze‘ von Chitra Banerjee Divakaruni.

 

17. Welchen Edelstein würdest du wählen?

Ich habe von meinem Mann einen Verlobungsring mit einem Opal geschenkt bekommen und zum ersten Hochzeitstag passende Ohrstecker. Da ich kein Schmuckfetischist bin und es gerne reduzierter habe, bin ich mit meinen Opalen sehr glücklich. Vor ein paar Wochen traf der Herzbeste die Antiquitätenhändlerin, bei der er den Ring vor 19 Jahren gekauft hatte, in einer Autowerkstatt. Mein Mann holte den Kassenzettel aus dem Portemonnaie, dann haben die beiden ein Selfie gemacht und Mrs. Cornwall war zu Tränen gerührt.

18. Welches Magie-Klischee in Büchern findest du wirklich schaurig-schrecklich?

Neulich kam ‚Maleficient‘ im Fernsehen und ich fand es doch mal gelungen, Dornröschen aus der Perspektive der „bösen“ Fee zu erleben!

19. Liest du lieber von guten oder von bösen Magier*innen?

Da habe ich keine Präferenz. Es muss ja beides geben (… und es kann nur einen geben)

20. Heilung, Kampfmagie oder Beschwörung? Womit würdest du/würde dein Charakter die Gruppe bei einem Abenteuer unterstützen und warum?

Ach, ich bin langweilig und nehme die Heilung. Eine Zeit lang habe ich mal WOW gespielt und selbst Hordlern geholfen (wenn sie sich haben helfen lassen) und freundlich gegrüßt.

21. Welches Hexengebräu trinkst du am liebsten beim Lesen/Schreiben? (schwarzen Bohnensaft, Kräuteraufgüsse, Quellwasser?)

Natürlich ein schauriger Kräuteraufguss! Gerade braue ich an einem Elderflowersyrup.

22. Welches Buch hat tolle Ideen für moderne/einzigartige Magie? Alternativ: Was für neue Ideen braucht Magie in Büchern?

Oh, so viel Fantasy lese ich dann doch nicht. Da fällt mir wieder ‚The Magicians‘ ein.

23. Gibt es Momente in deinem Alltag, die dich so richtig verzaubern können?

little edition by Toni Scott, Buchmagie, WetterhexeMein Garten, Bücher und die Geschichten darin.

24. Hast du schon ein Buch gelesen, das zwar Hexen/Zauberer behandelt, aber in dem keine Magie vorkommt? (z.B. Sachbuch, mittelalterlichen Roman zur Zeit der Inquisition)

Na, wer hat der ‚Der Name der Rose‘ nicht gelesen???

25. Welcher Charakter hat dir einen Liebestrank eingeflößt und dein Herz erobert?

Öh, äh, der Herzbeste? So ganz in echt und ohne Liebestrank, obwohl, wir haben einen Cocktail getrunken und der war quietschgrün … und hieß auch »Green Morning«. Aber ansonsten ist das ja doof, denn mit Liebestrank ist das ja gar nicht echt.

26. Zeige uns ein Zitat, das so voller Magie oder Weisheit steckt, dass es glatt ein Zauberspruch sein könnte!

»Quod est inferius, est sicut quod est superius, et quod est superius est sicut, quod est inferius, ad perpetranda miracula rei unius.«

(Was oben ist, ist gleich dem, was unten ist und was unten, ist gleich dem, was oben ist, vermögend, die Wunder des Einen zu vollbringen. Übersetzt von Frater V.D. aus Die Smaragdtafel des Hermes Trismegistos in Frater V.D.: Die Schule der Hohen Magie, Ansata Verlag, S.)

27. Hand aufs Herz! Glaubst du, dass es Magie wirklich gibt? Und wenn ja in welcher Form?

Ja, natürlich glaube ich an Magie. Alles ist möglich! (Also ehrlich, was für eine Frage:)

28. Zeig uns ein magisches Buch, das leider keine Funken bei dir sprühen ließ!

Momo und Die Unendliche Geschichte. Komisch, das hat mich als Kind nur sehr vage interessiert.

29. Welche zauberhafte Buchreihe sollte jeder gelesen haben?

Mit ‚jeder‘ bin ich vorsichtig. Was für mich unverzichtbar ist, muss nicht alle anderen auch anspringen … natürlich ist Anne of Green Gables (und alle weiteren Bände) entzückend und absolut unverzichtbar. Aus den Socken gehauen hat mich als Kind Tamora Pierce, Die Schwarze Stadt (und Folgebände) und ich mag beide Reihen auch als Erwachsener gerne lesen!

30. Welcher Autor (auch nicht-magisch) hat dein Herz auf ewig verzaubert?

Hm, ich denke, es gibt für jede Lebensphase einen Autor/in, die einen verzaubert. Im Moment ist es bei mir Charlie Lovett, The Bookman’s Tale und The lost Book of the Grail

 


 

Ein Dankeschön an Babsi: Ich wusste gleich, dass ich unglaublich viel Spaß beim Beantworten Deiner Challenge ‚Buchmagie‘ haben würde. Das war eine wirklich gute Idee!!! An dieser Stelle ganz herzliche und magische Grüße an Dich, Toni

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Blogparade Inspiration – „Über die Struktur ins Chaos“

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Auf Twitter bin ich dem Hinweis von Eva Obermann auf die Blogparade der Rechargers zum Thema #Inspirationsfeuer gefolgt und dachte gleich, die Aktion gefällt mir. Und da stehe ich nun und überlege, was ich zum Thema Inspiration beisteuern kann.

Was genau ist eigentlich Inspiration?

Wenn ich vom lateinischen Ursprung „spirare – inspiro“ ausgehe, dann bedeutet es Einatmen, Einhauchen. Ich atme etwas ein. Etwas weiter gedacht ist Inspiration etwas, was ich als Empfindung, Wahrnehmung in mich aufnehme. Dieser Eindruck löst dann eine Aktion, ein Gefühl, einen Gedanken, eine Idee aus. Inspiration wird so gesehen also von außen initiiert, aber erst in mir drin, in der Verarbeitung des Inspirierten, findet die Umsetzung statt.

Hm, das erinnert mich doch stark an den Prozess der Kreativität. Lässt sich Kreativität auf Knopfdruck produzieren? Ja und Nein. Ich kann mich bewusst in Situationen begeben, Eindrücken, Wahrnehmungen aussetzen, die Kreativität, einen Inspirationsprozess anstoßen können. Ob es dann in den Synapsen aber auch schnackselt? Ich kann keinen kreativen Output präzise vorherbestimmen, dann wäre er ja nicht mehr kreativ.

Kreativität impliziert, dass die Idee, der Gedanke, neu, unverbraucht, überraschend und ungewöhnlich ist.

Ich kann aber einen Nährboden für Inspiration und Kreativität schaffen, in dem ich mich regelmäßig einem kreativen Prozess öffne, diesen zulasse und wie bei regelmäßigen Sport mein Gehirn darauf trainiere, die bekannten und bewährten Denkwege zu verlassen.

Über die Struktur ins Chaos, um neue Odnung zu entwickeln.

Über Kreativität und wie ich kreatives Denken anstoßen kann, schrieb ich im Zusammenhang „Kreatives Schreiben“ im little blog.shop Schreibworkshop vor ein paar Jahren. (Liest Du HIER)

Buchcover The Writers Reader, Toni ScottBislang habe ich Gedanken über Inspiration und Kreativität beschrieben, das ist Inspiration auf der Meta-Ebene. Die nächste Frage wäre dann, durch welche Erlebnisse, mit welchen Techniken versetzen sich Autoren in einen kreativen Denkzustand? Wann fließen die Gedanken unzensiert? Bei einem Tee, am Strand, in einem Zenkloster, während der Loveparade, im Gespräch mit jemandem, auf dem Klo?

Es ist sicherlich schön, im Austausch mit anderen über die unterschiedlichen Erfahrungen und Möglichkeiten zum Thema Inspiration zu philosophieren. Ahh, der macht das, die macht es so… Ich möchte noch einmal zurück zum ursprünglichen Gedanken gehen. Inspiro = Einhauchen. Da schwingt der Gedanke mit, das Kreativität, das Kunst einen göttlichen Funken in sich trägt, der das Kunstwerk, den kreativen Output vom 08/15 Ergebnis unterscheidet und ihn darüber erhebt.

Und das passt auch zu dem Buch, welches ich gerade lese: The Writer’s Reader. Vocation, Preparation, Creation. [Edited by Robert Cohen and Jay Parini. Bloomsbury 2017]. Vocation bedeutet Berufung, Talent, Neigung. In dieser Essaysammlung beschreiben Autoren und Schriftsteller im ersten Teil, wie sie ihre Berufung fanden. Das hat auch was von Aufruf und ich bin gedanklich bei einem spirituellen Aufruf der Götter, der Muse (was auch immer jeder für sich einsetzen mag). Ein Aufruf durch die Götter … denn es ist wohl so, dass Berufung eine Kraft zu sein scheint, die sich ihren Weg bahnt, die nach draußen will, die ausgelebt werden will. Immer wieder liest man von Autoren den Satz „Ich muss schreiben“, als wäre es ein innerer Zwang, der sie treibt.

 

Musiker, Maler, Künstler, Wallstreet-Broker, wenn es die Berufung ist, dann gibt es kein Entkommen.

Und in diesem Sinne möchte ich eine kurze Geschichte erzählen, von Berufung, von göttlicher Intervention, vom Aufruf zur Berufung.

 

In den neunziger Jahren lebte ich in einer kleinen Stadt in Niedersachsen. In dem Haus in der schmalen Nebenstraße, in dem ich eine kleine Wohnung hatte, wohnte eine entzückende alte Dame. Wir grüßten uns immer sehr freundlich. Ich habe die alte Dame ein einziges mal besucht. Danach habe ich sie nie wieder gesehen. Den Besuch werde ich jedoch nie vergessen. Die Wohnung lag im zweiten Stock, vielleicht war es auch der dritte. Aber das spielt keine Rolle. Der Flur war schmal und das Wohnzimmer mit großen, dunklen Möbeln aus den sechziger Jahren vollgestellt. Wir nannten sowas früher Gelsenkirchener Barock.  Die vorherrschenden Farben waren Grün und ein dunkles Braun, wie polierter Mahagoni. Es war etwas düster und roch leicht muffig. So, wie man sich eben Wohnungen von alten Leuten vorstellt. Dabei war es blitzsauber, nicht, dass wir uns falsch verstehen.

Ich saß auf etwas abgewetzten Sofa und trank einen Tee mit der alten Dame. Sie muss etwa achtzig Jahre gewesen sein und ihr Gedächtnis war nicht mehr das Beste. Obwohl wir angeregt plauderten, wiederholte sich die gleiche Unterhaltung alle fünf Minuten. Ihr Blick verlor sich im Raum, fokussierte sich wieder und das Gespräch begann von vorne. Wir sprachen über den Wochenmarkt und das frische Gemüse, und sie zeigte mir voller Stolz ein Ölgemälde, welches Ihr Sohn gemalt hatte. Ich habe bestimmt dreimal aufs Neue erstaunt das Bild bewundert.

Beim vierten Mal standen wir auf, gingen zu dem Bild und sie erklärte mir, dass dieses Bild von ihrem Sohn sei und sie es oft anschauen würde. Ich lächelte und erwiderte, dass das ganz wundervoll sei und ihr Sohn sehr talentiert. Sie ergriff meinen Arm, schaute mich mit klarem Blick an und die Stimme, die vorher so weich und fast brüchig gewesen war, sprach nun klar, deutlich und artikuliert. Sie sagte zwei Sätze: „Sie haben die Gabe. Nutzen Sie sie!“ Der durchdringende Blick zog sich zurück, ihre Augen hatten wieder einen milchigen Schleier, suchten nach einem Fokus. Auch ihre gerade so klare Stimme war wieder weich, leise, etwas zittrig. Sie hielt einen Moment inne, als überlegte sie, wo sie aufgehört hatte zu sprechen. Es war der Wochenmarkt und das Gemüse und das Bild, welches ihr Sohn doch gemalt hat. Ich war zu erschrocken, zu irritiert von der Bemerkung, dass ich vergaß zu fragen, wie sie das gemeint hätte. Ich habe sie nie wieder getroffen. Weder im Flur, noch ergab sich eine Gelegenheit sie zu besuchen. Auf mein Klingeln reagierte niemand, obwohl sie da sein musste. Ihr Briefkasten, die Zeitung, all das wurde geleert. Dann bin ich in eine andere Stadt gezogen.

Ich frage mich, was aus der Dame geworden ist. Ob ihr Sohn sie besucht hat, ob sie irgendwann in ein Seniorenheim gezogen ist, was aus dem Bild geworden ist. Und ich verstehe bis heute nicht, was da eigentlich passiert ist.

Ich stelle mir vor, dass es Engel gibt und so ein Engel durch sie gesprochen hat. Ich stelle mir vor, dass sie, wie ein Medium in einer Trance, eine Botschaft von wo auch immer empfangen hat. So ein bisschen gruselig und mysteriös ist das ja schon. Wie auch immer, es ist wirklich so passiert und ich frage mich, was genau diese Gabe ist, ob ich sie bereits gefunden habe, ob es das Schreiben ist oder etwas anderes. Wie ich sie nutzen soll. Ich habe keine Ahnung. Wenn es das Schreiben ist, dann ist es da und ich erweise mich der Botschaft hoffentlich als würdig. Dann muss ich keine Angst haben.

Dann liegt der Weg vor mir, auch wenn das Schreiben jeden Tag neu, jeden Tag anders, jeden Tag verborgen vor mir liegt und die Geschichten, Worte und Sätze von mir entdeckt werden wollen.

 


 

Ihr seid neugierig, wer an der Bloggerparade teilnimmt und was es alles zum Thema Inspiration zu entdecken gibt? Dann folgt dem Link zu Eva:

Startschuss zum #Inspirationsfeuer – macht mit bei unserer Blogparade

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#autorenwahnsinn … es geht weiter

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Die von Schreibwahnsinn.de initiierte Challenge hat so viel Spaß gemacht, dass es einfach weitergehen musste. Wir konnten alle bei Kollegen und Autoren in den Alltag reinluschern, neue Bekanntschaften machen und eben auch von uns selbst erzählen. Jeden Freitag gibt es ab jetzt ein wöchentliches Motto. Mich findet Ihr mit den Antworten natürlich hier, auf Twitter und auf Instagram @little_edition.

 

Freitag | 3.2. | Schreibziele im Februar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Krimi, was sonst?! Aber auch ein längerer Beitrag für März auf der Seite, der Newsletter für Februar … geschrieben wird immer

 

 

 

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