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Toni Scott

Leipziger Buchmesse 2017 und Autorenrunde

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Meine persönliche Leipziger Buchmesse, der Tag danach … fühlt sich fremd an.

Freitag – nein, der Weg ist nicht das Ziel. Gestrandet in Berlin:(

Ich hatte nur den Freitagnachmittag und Samstag auf der Messe und im Nachhinein war das eindeutig zu wenig. Das hätte mir aber auch vorher klar sein müssen. Schuld war in Teilen die Bahn, weil ein Zug ausfiel, ich die komplette Strecke neu ausgeklüngelt habe und deswegen für Berlin-Leipzig keine Reservierung hatte. Wegen Überfüllung wurde dann das niedere Volk wieder rausgeschmissen. Ich stand ewig in der Schlange zum Reisezentrum und schlussendlich in einer Bahn nach Halle. Am Tag zuvor hatte ich erst erfahren (weil ich dort wegen der neuen Ankunftszeit angerufen habe!), dass mein Pensionszimmer überbucht war und man mir ein Zimmer in einem Gasthaus organisiert hätte.

Toni Scott

Der Freitag bot mir so nur 3 Stunden Messe, in denen ich das tat, was ich mir vorgenommen hatte: ein Abo für die Federwelt abschließen, den blv Verlag besuchen, der mich mit ganz tollem Kräutertee versorgt hat und schauen, wen ich aus der Twitter-/Insta-Autorenblase denn so alles treffe und erkenne. Und das war aufregend, schön und toll. Ich mag keine Menschenmengen, aber das hat mich in Leipzig überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, ich habe mich zuhause gefühlt, soweit man den Begriff auf eine Messe übertragen kann.

Kaffee geht immer!

Ich habe am BOD Stand mit dem Weltenwandler (@Lamar&Henry) und Nike Leonhard Kaffee getrunken und über meinen allerersten BOD-Buchversuch von 2008 resümiert, den wunderbaren Michael Behr (den ich sofort als großen Bruder adoptiert habe) kennengelernt und bin einfach durch die Messegänge gestromert. Mit Daniel Bleckmann ergaben sich tatsächlich mehr Worte, als nur ein Hallo:)

Das neue Pensionszimmer wartete mit asiatischer Satinbettwäsche auf, war dafür aber budgetfreundlich und sauber. Was will man mehr? Zugegeben, etwas erschossen war ich schon, da ich um 3 Uhr aufstehen musste, um 5 Uhr im Zug saß und mit Koffer quer durch Halle/Saale gelatscht bin. Wie ich dann so bin, beschlich mich der Verdacht, dass ich vor lauter Aufregung hie und da auch mal Stuss von mir gegeben habe und dadurch wenig souverän wirkte, was mich nicht einschlafen ließ. Grübeln kann ich.

Die Autorenrunde am Samstag von und mit Leander Wattig

Deutlich entspannter habe ich mich am Samstag auf den Weg gemacht. Die S5 fährt einmal stündlich von Halle/Hbf direkt bis zur Messe und das in nur bummelig 20 Minuten. In Halle ist man mit der Tram gut bedient (wenn man den Bogen raus hat …) und pünktlich um 9 Uhr stand ich auf dem Messegelände, wo noch nicht wirklich viel los war. Im Gegensatz zum wuseligen Tag davor – morgens in Berlin gestrandet und gedacht “ICH WILL AUF DIE MESSE!” – hat mir das sehr gut gefallen, dieses Zeit haben.

Endlich konnte ich auch meinen Schreibbuddy Ricarda von @schreibsuechtiQ in die Arme schließen (hier geht es zum Erdbeerinterview mit ihr), das Sommerstrandschreibcamp zu planen haben wir nicht geschafft. Ich habe Carola Wolff begrüßen können, auf die ich mich gefreut habe und mit einer sehr netten Lektorin ein paar Worte gewechselt.

 

Toni ScottDie Autorenrunde begann mit einer ausführlichen Keynote von Sebastian Fitzek mit Anekdoten aus dem wirklich wahren Auorenleben. Ich habe auf Twitter kommentiert: “Der Mann gefällt mir.” Das stimmt wirklich, denn ich fand ihn so live und in Farbe sehr angenehm, kurzweilig und sympathisch. Ein großer Moment war für mich, als ich Hans Peter Roentgen die Hand schütteln durfte. Dass ich Drei Seiten für ein Exposé gekauft habe, ist schon einige Jahre her. Ich habe viel gelernt und auch beim erneuten Reinlesen wieder Neues entdeckt, andere Blickwinkel auf Problematiken bekommen.

Diana Hillebrand hat mich mehr als überzeugt. Sie versprüht tollen Schreibspirit. Anders vermag ich das nicht auszudrücken. Neben den vielen Informationen, die ich aufgesogen habe, war ihre Tischrunde die erste, die mir neben dem Handwerklichen Lust aufs Schreiben gemacht hat. Das habe ich auch so gesagt – und trage jetzt doch recht stolz ihr Armband “Heute schon geschrieben” am Handgelenk. Eine schöne Erinnerung.

Pause. Ich brauchte einen Moment für mich.  Dazu bin ich in eine der Messehallen gegangen und ließ mich im Strom treiben. Ein meditativer Moment in der Menge. Der Lärm war weg,  da waren nur Bücher und Geschichten und ich mittendrin. Das war besonders … vielleicht mein persönlicher Buchmessemoment.

Tischrunden – Speeddating für Autoren

Rund um die vielen Tischrunden, zwischen denen ich mich kaum entscheiden konnte, ist nur wenig Zeit, um mit allen ins Gespräch zu kommen. Ich habe Jasmin Zipperling mit Kinderschokoriegeln versorgt (wie angekündigt), mit Elyseo da Silva draußen in der Sonne (ich bin seltener Gelegenheits-ich-kann-nicht-mal-inhalieren-Nicht-aber-manchmal-dann-eben-doch-Raucher) eine Zigarette geraucht.  Von Julia K. Stein bekam ich via Twitter die Order: “Wenn Du mich siehst, grüß mich!” Das hat geklappt:) Ich bin extra zum Meet&Greet der BartBroAuthors geflitzt, Andreas Hagemann erkannt, gedrückt und sofort gemocht und in Halle 2/C400 gesprintet, um ein Video der Schlange zur Signierstunde des Comiczeichners Ruthe zu machen und selbstredend ein Photo von ihm selbst. Auftrag eines Familienmitgliedes im Rahmen meiner Möglichkeiten erfüllt:)

In der Happy Hour habe ich Tanja Steinlechner vom Autorenhain verpasst, sie suchte mich, ich suchte sie, zack, wech. Dafür ergab sich ein Autorengespräch mit Ricarda und zwei schreibenden Brüdern.

Und dann war der Tag auch schon wieder rum. Ich habe mich so über die Begegnungen gefreut, auch wenn es nur ein schnelles “Hey, Du bist es!” war und bedauert, wen ich alles verpasst habe. Meine Handykamera funktioniert nur eingeschränkt und so habe ich kaum Photos machen können und schon gar keine Selfies mit Schreibfreunden, Kollegen und Schreibprominenz:(

Toni Scott

“Meine” Buchmesse in Zahlen:

43.396 Schritte

27,7 Kilometer

11 Stunden Schlaf

500ml Smoothie Antioxidant

500ml Green Smoothie

3 Latte Macciato

2l Apfel-Traubensaft

2 Chicken Teriyaki Subs (mit Chipotle South West Sauce, allem Gemüse außer den eingelegten Gurken und Vollkornbrot für die, die es genau wissen wollen)

1 1/4 belegte Brötchenhälften (Autorenrunde, hatte den Teller abgestellt, um in meiner Autorentasche zu kramen, als ich mich wieder umdrehte, war der Teller weg)

1l Wasser

1 Frühstück

1 Twix (ein Stick, ich weiß jetzt allerdings nicht, ob es der war, der mit Schokolade umhüllt ist oder der von Schokolade überzogene …)

1 Schokobon (von Fr. Zipperling)

0,5l Cola zero

0 physiologische Ausfälle (dank Memoryschaumsohlen!)

Playlist auf Spotify

Für einige mag das nichts Neues sein, ich probiere es gerade aus. Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust, die Musik, die mich rund um die Buchmesse begleitet hat, zu hören. Ich habe eine öffentliche Playlist auf Spotify (Toni Scott) bereitgestellt:

 

Für das nächste Mal wünsche ich mir mehr Zeit, mehr Begegnungen und Gespräche und ein Wiedersehen mit all den lieben Menschen, die ich getroffen habe!

Am Ende bleibt die Freude. Danke Leipzig, danke Buchmesse!

 

 

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  • 3

Auf der Suche nach der Autorenstimme

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Im letzten Sommer habe ich die Kurzgeschichte “Eve” veröffentlicht und da war der Gedanke: Ich könnte die Geschichte als Hörbuch anbieten. Selbstgelesen.

Ein befreundeter Musiker attestierte mir eine jodelnde Stimme mit vielen Kieksern. Da war sie hin, meine zart keimende Podcasthoffnung. Mit der Stimme kann ich mich unmöglich unters Volk wagen. Vielleicht sollte ich generell über ein Stimmdouble nachdenken? Singen kann ich nämlich auch nicht.

Als ich – noch durchaus optimistisch – bei den Podcasthelden mit Gordon Schönwälder recherchiert habe, der außerordentlich profunde und unterhaltsame Informationen zum Thema zur Verfügung stellt, muss mich der Weihnachtsmann beobachtet haben. Denn unter meinen Geschenken war … ein Mikrofon.

Passend dazu schrieb Marcus Johanus von Lern- , Komfort- und Panikzonen. Fühlte ich mich vor einem Jahr noch kurz vor einer aufregenden Lernzone, so fully equipped ist das eindeutig die Panikzone. Ich? Reden? Laut? Vor Leuten?

Dazu eine kleine Anekdote:

Es war von der ersten Stunde Grundschuluntericht klar, dass Deutsch mein Ding ist. Und weil mein Lehrer so begeistert von meiner Vortragskunst war, fiel die Wahl auf mich, um bei einem Spendenkonzert von Ivan Rebroff die Blumen und ein paar Dankesworte zu überreichen.

Das Konzert war grandios. Ich werde Ivan Rebroff immer als Tevje (Anatevka) in Erinnerung behalten. Ich war aufgeregt. Erklomm die Stufen zur Bühne und stand vor einem Schrank von Menschen in einem pelzbesetzten Mantel. Ein Hühne mit Rauschbart und ich dachte: “Text … Text … lass Dir was einfallen … improvisiere … sag was!”

Ich habe improvisiert, den riesigen, mich kleine Person überragenden Blumenstrauß überreicht und wurde von Ivan Rebroff geknuddelt, bis ich keine Luft mehr bekam. Geschafft.

“Das war so toll, dass sagst Du noch mal ins Mikrofon, damit die 3000 Gäste das auch alle hören können.”

Ich wurde an den vorderen Rand der Bühne geschoben, stand vor einem Mikrofon. 3000 Menschen blickten mich erwartungsvoll an. Ich starrte zurück.

“Fiep!”

Am nächsten Tag besuchte meine Klasse Herrn Rebroff in seinem Hotelzimmer.Er saß auf einem samtbezogenen Stuhl und unser Chor, mit mir in der zweiten Reihe, sang ihm zu Ehren “Ein Jäger aus Kurpfalz”. Wieso war ich eigentlich im Chor? (“Du hast so eine schöne, klare Stimme”). Egal. Ivan Rebroff war sehr tapfer, ich saß anschließend auf seinem Schoß, bekam ein Autogramm mit Herzen und einer persönlichen Widmung und ich habe mich geschämt. Für mein Versagen, für den Jäger aus Kurpfalz.

 

Seitdem kriege ich Schnappatmung, wenn ich vor mehr als drei Leuten reden muß.

Dieses Reden-Dings ist für mich eine große Sache. Im Sinne des Navigierens (wo fließt das Leben, wo geht es leicht, wo öffnen sich Türen) startete im Januar ein exklusiver Podcastworkshop mit wöchentlichen Beiträgen von Gordon. Check: angemeldet. Unsere Flensburger VHS hatte einen Platz im Kurs “Finde Deinen Ton” von der Stimmtherapeutin Tanja Rossis frei. Check: angemeldet.

Ich habe mich als Toni vorgestellt. Method writing … ich will ja herausfinden, wer diese Toni ist, wie sie schreibt, welche Stimme sie hat. Ich will meine Stimme wiederfinden.

Ich will mich auf dieses Abenteuer einlassen.

Aber von vorne. Unsere Sprache ist an unsere Anatomie und Physionomie gekoppelt. Ohne Atem, ohne Stimmbänder, Kehlkopf, Lippen, Zunge, Zähne, Zwerchfell geht gar nichts.

Linguisten untersuchen Sprache als System in unterschiedlichen Fachdiszplinen, die der Sprachwissenschaft untergeordnet sind. Spracherkennung (Siri, Cortana …) ist zum Beispiel so ein Anwendungsgebiet. Tolkien war Sprachwissenschaftler und so wundert es auch in keinster Weise, dass er nicht nur Sprachen erforschte, sondern auch eigene Sprachen entwickelte. Wobei ihn die Faszination für Sprache zur Wissenschaft führte, nicht anders herum.

Die Disziplin dahinter ist die Phonetik.

Sprache besteht aus Lauten – kleinen Lauteinheiten – die Phon/Phone genannt werden. In dem Moment, wo das Phon eine Lautbedeutung bekommt, wird es zum Phonem. Innerhalb einer Sprache sind die kleinsten Sinneinheiten wiederum Morphe, Morpheme mit eindeutiger grammatikalischer Bedeutung. Geschrieben und damit visualisiert werden diese Einheiten zu Graph und Graphem.

Wieder zurück zur Anatomie. Phone werden an unterschiedlicher Stellen gebildet. Es gibt Labiale, also Laute, die mit den Lippen gebildet werden, wie zum Beispiel der bilabiale Laut ‘b’, aber auch Gutturale, die hinten in der Kehle gebildet werden, wie das ‘r’ und ganz viele Laute dazwischen. Ich nutze meine Gesichtsmuskulatur, um die Luft so auströmen zu lassen, dass sie einen von mir gewollten Ton erzeugt.

 

In dem kleinen Schnupperkurs von Tanja Rossis habe ich mich mit meinem eigenen Klang auseinander gesetzt.

Erst einmal den eigenen Atemrhythmus, das Einatmen und Ausatmen bewusst spüren. Hebt sich der Brustkorb, dehnen sich die Rippen, kann ich meinen Atem bis in den Bauch spüren? Danach wurden “F’s” geatmet. Das “F” ist ein dentaler Laut, wird mit den Zähnen gebildet. Sanfte, zarte fffffffffs und schnippische, zackige FFFFs. Meine FFFs hörten sich trotz intensiver Bemühungen etwas schlapp auf der Brust an. Soll ja auch aus dem Bauch kommen:) Ich habe über das “F” “Ws” gleiten lassen, die auf dem Atemstrom schwammen, bin zum “O” übergegangen, habe sauber artikuliert, unterschiedliche Stimmhöhen und -tiefen ausprobiert, habe die Atmung mit Bewegungen kombiniert und die Unterschiede wahrgenommen.

Und was bringt mir das nun?

Je sauberer ich artikuliere, je präziser ich meine Phone bilde, je exakter ich  meine Stimmwerkzeuge gebrauche, umso besser versteht man mich.

Meine Stimme wird als deutlich und klar wahrgenommen. Das hat als Nebeneffekt auch Bedeutung für meine Gesamtwahrnehmung als Mensch. Die Artikulation ist die Sprachverpackung. Es macht einen Unterschied, ob ich nuschele oder deutlich spreche. Und dieser Nebeneffekt wird Hauptthema, wenn ich mich über Sprache verkaufen muß. Wenn meine Stimme das Marketinginstrument ist.

Ein sehr schöner Satz von Tanja war: “Wir können nur das aussprechen, was wir vorher inspiriert, also eingeatmet haben.”

In dieses Sprechen kann ich nicht nur Sprachbedeutung als reine Information legen. Durch die Art, wie ich spreche, kann ich von meinem Gefühlszustand, von der Situation, von meinem Gegenüber erzählen, ich kann Kontext vermitteln und durch Emotionen anreichern.

Wenn Rufus Beck Harry Potter liest, dann leiert er die Sätze nicht einfach runter. Er gibt in Dialogen jeder Figur ein eigenes Sprachprofil, er betont Satzteile oder Wörter, macht Pausen und “zaubert” dadurch ein Hörerlebnis, welches uns die Geschichte erleben und mitfühlen lässt.

Ich erinnere mich, auf youtube ein Video gesehen zu haben, in dem Meryl Streep gebeten wurde, total langweilige Informationstexte mit einem anderen Sprachkontext zu lesen … es war die Ellen De Generes Show, hier der Link: https://youtu.be/A8TSBw5JiWE

Als Autor komme ich vielleicht in die Verlegenheit, eine Lesung zu halten, vor Publikum zu sprechen oder ein Hörbuch einzusprechen. Und da will ich mich gut verkaufen. Mein Verkaufswerkzeug ist meine Stimme und die kann man wie alles andere auch trainieren.

Ich möchte mich weiter mit dem Thema Stimme auseinander setzen. Auf youtube stoße ich auf Vorträge von Dr. Monika Hein, die ausgebildete Specherin und promovierte Phonetikerin ist. Und ich verfolge Dr. Monika Matschnig, Psychologin und Expertin für Körpersprache. Beide halten nicht nur Vorträge, Coachings und Seminare, sondern haben auch Bücher geschrieben, in denen sie ihr Wissen vermitteln. Natürlich gibt es noch unendlich viele Videos zum Thema, männliche Stimmtrainer, die genannten Damen sind (m)eine spontane und willkürliche Auswahl.

Meine Atmung, meine Körperhaltung, meine Stimme greifen wie Zahnräder ineinander. Ich kann nicht gekrümmt wie ein Schluck Wasser in der Rechtskurve auf dem Stuhl hängen und dabei euphorisch “Ja, ich will!” brüllen. Klappt nicht. Ich kann eine Haltung einnehmen wie ein angriffslustiger Stier vor dem Torero mit den Hufen scharrend, die Nüstern schnaubend in den Sand gesenkt und dabei zum Beispiel sagen: “Wie lieblich die Nachtigall mir will scheinen.” Was löst allein das Bild beim Lesen aus?

Mit ein bisschen “Mi-Mi-Miiii” ist es nicht getan.

Die Mischung aus Atmung, Körper-/Haltung und Sprachintention macht es. Dafür habe ich mir das Buch “Die Macht der Stimme” von Ingrid Amon besorgt. Die Österreichische Sprecherin und Stimmtrainerin verbindet die einzelnem Zahnräder zu einem komplexen Übungsbuch und  ich erfahre sehr viel über die Stimme an sich, über das Training der Stimm- und Atemmuskulatur, wie ich meine Stimmwerkzeuge nutze, worauf ich achten muss, aber auch, wie ich meine Stimme pflege und wie ich sie gezielt nutzen kann. Dazu enthält das Buch eine Audio-CD mit Sprechübungen. Monika Hein bietet, ergänzend zu ihrem Buch “Sprechen wie der Profi”, eine App für das Iphone mit Übungen. Gibt es etwas, was es nicht gibt? Ich werde fündig und sehe, es gibt sogar Sprechtraining-Apps.

Ich werde damit kein professioneller Sprecher, dafür gibt es Ausbildungen. Aber die folgenden Punkte beeinflussen alle meine Stimme und wie ich sie nutzen kann. Und so werde ich mit den Materialien, die ich zusammen getragen habe, an meiner Stimme arbeiten und die einzelnen Elemente genauer anschauen.

  • Körperhaltung
  • Atmung
  • Artikulation
  • Sprechrhythmus (Betonung, Pausen, Geschwindigkeit)
  • Sprechsituation (Vortrag, Lesung, Dialog)
  • Sprechmedium (Mikrofon, Studio)
  • Sprechabsicht (Verkaufsgespräch, Vorstellung, Erläuterung, Lesung)
  • Stimmpflege (Stimme aufwärmen, vorbereiten, trainieren, pflegen)
  • Psychologische Komponente, meine eigene  Stimme als Ausdruck meiner Persönlichkeit
  • Stimmspaß, Singen, Artikulieren, mit Sprache spielen

 

Ich glaube, meine Taktik hat sich bewährt. Bei youtube reinschnuppern, Literatur vergleichen, lokale Angebote (VHS) nutzen und dann da vertiefen und gegebenfalls mit Apps ergänzen, wo man mehr lernen möchte. Ich habe jetzt schon mehr gelernt, als ich zu Beginn vermutet hatte. Meine Stimme finde ich nach wie vor so naja. Ich habe auch noch keinen Extremtest vor Menschen gemacht. Ich geh die Sache langsam an. Mein nächster Schritt ist eine individuelle Trainingsstunde mit einer Gestalttherapeutin, die sich auf Stimmgestaltung spezialisiert hat. Und natürlich werde ich weiter mit dem Buch arbeiten.

Stimm- und Sprechtraining, die eigene Stimme finden ist ein Prozess, der unbewusste Konflikte an die Oberfläche bringen kann, der im besten Sinne eine Abenteuerreise zum eigenen Ich ist, der am Ende nicht nur Stimmbildung, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung ist.

Wenn man den Mut hat, der eigenen Stimme zu folgen.

 

 

Links


Stimmwerkstatt Tanja Rossis  www.diestimmwerkstatt.de

Dr. Monika Hein www.monikahein.de

Dr. Monika Matschnig www.matschnig.com

Ingrid Amon www.iamon.at

Die Podcasthelden www.podcast-helden.de

Marcus Johanus www.marcusjohanus.wordpress.com (Link führt zum oben erwähnten Artikel)

 

 

 

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