NaNoWriMo | Lady Gardeners 2016

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NaNoWriMo | Lady Gardeners 2016

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Mein Debut beim NaNoWriMo, dem National Novel Writing Month. Eine internationale Community mit dem Ziel, im November 50.000 Wörter zu schreiben. Jeder für sich und trotzdem im Geiste der Gemeinschaft.

Ich schleppe die Idee zu einer Geschichte schon ein paar Jahre mit mir herum und beschloss im Sommer, mit dem NaNoWriMo Nägel mit Köpfen und Butter bei die Fische zu geben.

Ich schreibe den Krimi, der mir in den Fingern juckt. Dafür muß die Philo-Fantasy Geschichte “Eve” ein wenig warten. Und für alle, die mich begleiten möchten, werde ich meinen persönlichen NaNoWriMo in diesem Beitrag kommentieren.

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03. Oktober 2016

Ich konnte das Projekt auf der NaNoWriMo-Website starten. Angeblich steigt die Erfolgsquote (also bis zum Ende und den 50.000 Wörtern durchzuhalten) um 60%, wenn ich ein Cover für das Buch habe. So sieht das Arbeitscover zum Arbeitstitel aus. Da kann ich mit leben:)

 

04. Oktober 2016

Bisher war ich eher der Pantser. Obwohl ich eine zwanghafte Neigung zum Strukturieren und ordnen habe. Für den Krimi werde ich scrivener (mein Schreibprogramm) und die Kartenfunktion ausreizen und strukturieren, planen und entwickeln.

 

05. Oktober 2016

Meine Newsletterabonnenten haben sie schon kennengelernt:) Hier eine erster Gedanke zum Inhalt:

Ethel, Ruth und Margret gewinnen eine Gartenreise, die eigentlich schon genug Aufregung in das beschauliche Leben der drei Damen aus Sands-upon-Hill bringt.  Dann passiert ein Mord, der keiner zu sein scheint. Reicht der grüne Daumen der drei englischen Ladies, um den Fall aufzuklären?

 

06. Oktober 2016

Vor einigen Jahren habe ich Elisabeth George gelesen. Um genau zu sein 2009. Ihr Buch “Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben” hat mich sehr inspiriert, gefesselt und motiviert. Elisabeth George schreibt Krimis. Also werde ich als Vorbereitung das Buch erneut lesen. Weitere Unterstützung habe ich mir von  Patricia Highsmith “Suspense” geholt. Das Buch war lange Zeit auf meiner Warteliste… wenn nicht jetzt, wann dann?

 

08. Oktober 2016

Ich habe das Buch “Suspense” bisher nur von außen gesehen. Gestern habe ich vier Kapitel Mark Forsyth, The Elements of Eloquence, gelesen, eine Notegraphy WortKunst geschrieben und in der Elisabeth George geblättert. Im Kopf rattert es nur so an Gedanken Plänen und Ideen.

 

13. Oktober 2016

Die beiden Bücher von Highsmith und George zieren diverse bunte Post-its. Ich wälze Leichen durch meine Hirnwindungen und verwerfe. Nebenbei nähe ich eine Autorentasche, die ich auf der BuchBerlin zu tragen gedenke, mit viel Platz für Autorensachen: Netbookfach (auch, wenn ich noch gar keins habe), Fach für Notizhefte, der Standard-Thermobecherhalter an der Seite (geht auch für kleine Getränkeflaschen) und natürlich Platz für Bücher:)

 

23. Oktober 2016

Writing Buddies… Ihr fndet mich unter: http://nanowrimo.org/participants/toni-scott

Das fällt dann wohl unter Prokrastination: habe die Treppe gestrichen…

… und die liebe Twitter-Autorenblase aus der Ferne und via Instagram auf der Buchmesse #fbm16 begleitet.

 

24. Oktober 2016

Ich kam vom Einkaufen nach Hause und Twitter war voll mit lieben Kommentaren von @dr_juergen und @AnnaJStone1, die darauf warten, daß “Eve” fertig geschrieben wird. Das wird zwar noch ein paar Tage dauern, aber für die beiden überlege ich mir was Nettes!

 

26. Oktober 2016

Höre Kate Bush, “The Whole Story” und ein paar Lieblingslieder von “50 Words for Snow” (unter anderem mit Stephen Fry – habe ich erwähnt, daß ich eine große Sympathie für Stephen Fry hege???!!!). Was ich eigentlich schreiben wollte: habe Recherche-Material für den Plot bestellt.

 

29. Oktober 2016

Die writing buddies -Liste wird größer. Ick freu mir.

 

30. Oktober 2016

Tinkabeere hat Fragen zum #nanowrimo zusammengestellt und ein paar davon beantworte ich heute:

Frage 1/ 2: Wie bereitest Du Dich auf den NaNoWriMo vor?

Ich bin eigentlich mehr der “Pantser” oder wie ich gerade bei Richard Norden nachlas, ein “Gärtner”, was zu meiner Gartenliebe noch viel besser passt. Für den Krimi habe ich mich mit dem Plotten viel intensiver auseinander gesetzt.

Frage 1/ 5: Was erwartest Du für Dich und Dein Schreiben vom naNoWriMo?

Ich gehe mit dem Anspruch in den November, den NaNo zu schaffen. Was ich anfange, bringe ich auch ordentlich zuende. Das aber mehr im Hinterkopf. Ich bin gespannt, neugierig und etwas aufgeregt, wie sich das Projekt mit Plotstruktur und dem neuen Genre gestaltet. Beim Sport stelle ich fest, dass ich mein Gehirn gut überliste, wenn ich so tue, als wenn ich gar nichts erwarte und mir “have fun” sage und dann im Endspurt brülle: “So, jetzt rock das Ding!”

Frage 2/1: Wirst Du am 01. November direkt um Null Uhr starten?

Definitiv nicht. Ich schaue mal, ob ich meine Tagesroutine für den NaNo durchziehen kann und werde morgens anfangen.

Frage 2/4: Schreibst Du mit Musik oder lieber ohne?

Ich nutze Musik wie ein Mantra und einen Anker für Gefühle. Also entweder ohne Musik oder mit einer Endlosschleife von einem oder mehreren Liedern, die dann an die Geschichte, die Stimmung gekoppelt sind. Das geht dem Herzbesten teilweise ziemlich auf den Zwirn…

Frage 2/5: Wie motiviert bist Du einer Skala von 1 – 10?

Oh, das schwankt zwischen 10 und 8, je nachdem, ob der Respekt vor dem Projekt oder der Spaß an der Geschichte überwiegt. Als ich das Recherchematerial bestellt habe, waren es definitiv 10.

 

31. Oktober 2016

NaNoWriMo16 little edition01. November 2016

Es geht los. Mein erster NaNoWriMo. Mein erster Tag. Mein erster Satz. Ich habe die zweite Tasse Earl Grey mit Milch getrunken, mein heutiges Pensum geschafft und jetzt lasse ich das alles sacken.

02. November 2016

Mit der Post kam heute Recherchematerial, was ich nebenher lese und zum Überarbeiten gut gebrauchen kann. Ich saß um acht Uhr morgens bei meinem Orthopäden und habe eine Cortisonspritze für den kaputten Daumen bekommen. Merke, wenn Du aus jedem Fachgebiet einen Arzt hast, bist Du alt… . Das Schreiben war heute zäh, ich denke viel darüber nach, was ich schreibe, lasse es durch die Hirnwindungen ziehen, beim NaNo kommt das nicht so gut. Schneller werden, weniger denken.

06. November 2016

Der NaNo bleibt eine Herausforderung. Freitag Arzttermin und im Wartezimmer 1500 Wörter geschrieben! Die anderen Patienten haben ein bisschen komisch geguckt. Das Abtippen fand ich doof.

Dann bin ich mit der Familie nach Berlin gefahren und hatte eine total schöne Zeit da – ohne Schreiben. #BerlinTattoo 2016 – Massed Pipes&Drums: Inspiration fürs Buch und die Geschichte, also so gesehen… auch… irgendwie… Schreibarbeit:)

Ich merke aber auch, daß es mir sehr schwer fällt einfach drauf loszuschreiben, den Logikfehler, die Fehler, die unsaubere Formulierung zu ignorieren. Erstmal Textmasse produzieren ist bisher nicht meine Taktik gewesen. Ich habe sonst immer parallel überarbeitet. Das macht mich langsam.

07. November 2016

Dialog:

Ich: “Ich kann Dir den Twist nicht verraten, dann ist doch die Spannung weg, wenn Du die fertige Geschichte liest.”
Kind: “Ich lese Deine Geschichte doch nicht!”
“Ich: “Wieso denn das nicht?”
Kind: “Die hat 50.000 Wörter.”
Ich: “Ja, und? Du hast auch Marcus Johanus gelesen und das waren mehr als 50.000 Wörter.”
Kind: “Der ist ja auch spannend!”

Ich geh dann mal und hab einen Nervenzusammenbruch. Undankbare Brut…

08. November 2016

The weirdest thing I did today was to give an interview to myself talking about the book, the story, the characters, the setting – aloud… while doing the laundry. And yes, I was asked to sign books:)

10. November 2016

Lief erst nachmittags besser. Aber… 2907 Wörter geschafft und davon ist ein Teil soagr brauchbar… glaube ich. Dafür jetzt Nacken und Kopfschmerzen. Dringend Sporteinheit erforderlich!

14. November 2016

Wochenenden sind aus familiärer Sicht schreibungünstig. Heute diszipliniert gearbeitet und wieder aufgeholt:) Dem Herzbesten die Szenen vorgelesen. Kam gut an und ich mußte ihm dabei nicht einmal eine Waffe an den Kopf halten:)

21. November 2016

In Berlin gewesen und die BuchBerlin besucht. Das Schreiben auf dem Tablet erwies sich als logistischer Reinfall und ich mußte mir erst ein Heft kaufen. So wirklich geschrieben habe ich trotzdem nicht. Erst auf der Zugfahrt zurück kam ein bißchen was zusammen:)

25. November 2016

Ich kann es wirklich schaffen. Aus dem Geschriebenen ergeben sich neue Szenen und alles fügt sich ganz von selbst ineinander. Auf einmal ging der November ganz schnell rum und ich fange erst jetzt an, den NaNoWriMo wirklich zu genießen.

28. November 2016

Ich habe um 16:44 Uhr spaßeshalber meinen Wortcount in Scrivener nachgeschaut: 49.999 Wörter. Ungelogen! Für einen Moment habe ich da nur gesessen und gedacht, in bin ein einziges Wort vom NaNo-Gewinn entfernt. Dann habe ich die Szene zu Ende geschrieben.

50276 Wörter.

Ich habe ein – mein offizielles NaNoWriMo Winner Certificate ausgedruckt:)

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