Dein Autorenblog rechtlich – wie sicher ist sicher?

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Dein Autorenblog rechtlich – wie sicher ist sicher?

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Man will ja alles richtig machen. Man liest sich durch Foren und Internetseiten, klickt Links, freut sich wie Bolle, dass es Juristen gibt, die ihr Wissen mit dem weltlichen Volk teilen und hofft das Beste.

Grund sind raffgierige Leute, die Abmahnungen zur Einkommensgenerierung nutzen, die mit der eigentlichen Schadensauffassung der Abmahnung als Rechtsmittel nicht viel zu tun haben.

So habe ich gerade gelernt, dass die Facebook-Fanseite den gleichen Unternehmenslaut haben muß, wie das verlinkte Impressum. Also die Fanpage von Schantalle Kosmetik muß auch im Impressum Schantalle Kosmetik heißen und nicht Schantalle GmbH und Co. KG, Ippemplühm . Wenn dem nicht so ist, dann muss über dem Impressum auf der eigenen Seite stehen, dass dies ausdrücklich auch für die Fanpage auf Facebook gilt.

Mich haut Facebook jetzt nicht aus den Socken. Ich nutze das wenig, habe zwar eine Fanpage und ein privates Profil, was auch wirklich privat ist, also ganz wenig Kollegen aus der Autorenblase einschließt, aber kein Netzwerk mit tausend+ Freunden. Und ich hoffe auch, dass von den Freunden keiner auf die Idee kommt, mich „anzustupsen“, dann schreie ich (und entfreunde).

Es gibt Generatoren, die ein sauberes (rechtssicheres) Impressum anlegen, was man sich „downloaden“, als HTML kopieren oder per E-Mail schicken lassen kann. Meins ist zum Beispiel von e-recht24.de.

Dann kam der Cookie-Disklaimer. Ich nutze das Plugin Cookie Law Info. Check.

Als nächstes die Datenschutzseite, die inzwischen so lang ist, dass eine eigene Seite gerechtfertigt ist. Auch hier gibt es mehrere Stellen, die mittels Generator eine Vorlage erstellen, mit der man zumindest schon mal nicht total daneben liegt. Da gefällt mir die Seite von Thomas Schwenke (vom dem ich auch das mit dem Facebookimpressum habe) sehr gut. Ich habe den so entstandenen Datenschutztext mit den Informationen zur VG-Wort ergänzt.

Innerhalb der Datenschutzdebatte waren die Like-/Teilen-Buttons der jeweiligen Social Media Kanäle das nächste Problem. Ich habe mich für Shariff als Plugin entschieden und auf der Datenschutzseite mit einem Artikel von heise.online.de verlinkt, wo das Ding erklärt wird. Alternativ gibt es für wordpress das „2-click Social Media Button“-Plugin.

Und jetzt biete ich auch noch einen Newsletter an. Darüber erzähle ich HIER. Dass die Anmeldung über ein Double-Opt-In erfolgen muß (mit Bestätigungsmail, dass man wirklich will), macht ja Sinn und wird überall angeboten. Ich nutze nun Mailchimp, weil ich das als Dienst übersichtlich und schick finde. Der Server speichert die Liste für den Newsletterverteiler in den USA. Und nun???

Auch hier habe ich einen Text für die Datenschutzseite gefunden, nämlich bei derAnwaltskanzlei Weiß & Partner, die Generatoren für ein Impressum, den Datenschutz und Widerrufe anbieten. Und natürlich ebenfalls über alles rund ums Recht informieren. Den Mailchimp-Datenschutztext habe ich eingefügt und zwei Sätze zur Einwilligung bei Mailchmp selber in die E-Mail eingefügt, wenn man die Anmeldung für den Newsletter bestätigt. Das hört sich alles wieder total schrecklich an. So, als ob der BND, die CIA, der Mossad und der örtliche Gartenverein alle nur darauf warten, Zugriff auf die Daten zu erhalten. Geht’s bitte noch komplizierter??

Wem dieser Datenwahnsinn zu viel wird – da hilft am besten sich nicht bewegen, nicht aus dem Haus gehen, kein Fernsehen (mit Smart-TV…), kein Telefon, kein Internet, keine E-Mails, nicht mit dem Nachbarn reden.

Ich möchte mit meiner Seite etwas Schönes schaffen. Mich interessiert maximal, ob überhaupt jemand meine Beiträge liest, aber ich habe weder die Zeit noch die Lust, umfangreiche Personendaten zu sammeln, geschweige denn auszuwerten. Ich freue mich über den Austausch mit anderen über Kommentare, ich schnacke auf Twitter rum, das ist öffentlich, das kann jeder Hans und Franz lesen und daraus seine Schlüsse ziehen … (Ich bin Zielgruppe für Schokolade, Kaffee und Ikea – so, hier habt Ihr’s.)

Ich möchte meine Seite so anbieten, dass sie rechtlich in Ordnung ist und jedem die Möglichkeit gibt, sie seiner persönlichen Datenparanoia anzupassen (also im Browser Cookies deaktivieren, Piwik deaktivieren, nix liken, kommentieren oder abonnieren müssen). Das ist provokant formuliert, denn ich finde es auch bedenklich, wie facebook mit Daten umgeht, dass whatsapp jetzt auch noch… und was instagram wohl alles speichert, auswertet und verkauft.

Ich möchte aber auch noch schreiben können und nicht jedesmal meinen Rechtsanwalt fragen müssen, ob ich gegen irgendeinen Paragraphen verstoße, wenn ich einatme. Könnte ja die Luft von jemand anderem sein.

 

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